aus unserem Archiv vom 16. März 2012

Ein paar Punkte müssen noch her

Willi Rausch

Mindestens zwei Siege benötigt die TBB nach internen Hochrechnungen noch, um sicher zu sein, die sportliche Qualifikation auch für die 23. Saison in der Basketball-Bundesliga in der Tasche zu haben. Einer davon soll gegen die Walter Tigers Tübingen (Samstag, 20 Uhr, Arena Trier) errungen werden.

Trier. Was auswärts nicht mehr gelingen will, nämlich zwei Punkte zu erringen, darauf konnten sich die Basketballfans in den letzten Heimspielen immer wieder freuen. Fünf Mal in Folge wurden selbst renommierte Gegner in zum Teil begeisternden Spielen in der Arena in die Knie gezwungen.
Daraus die Erwartung abzuleiten, dass der sechste Sieg gegen Tübingen quasi im Vorübergehen mitzunehmen sei, wäre vermessen. Das Team vom Neckar hat sich in den vergangenen Wochen aus der Gefahrenzone der Liga verabschiedet und kann sich sogar noch einmal leise Hoffnungen auf das Erreichen der Playoffs machen.
Das deprimierende Auswärtsresultat von Bayreuth (49:68) haben Trainer Henrik Rödl und seine Schützlinge abgehakt. "Resultate täuschen oft", sagt Rödl, "weil wir bei zehn Punkten Rückstand oft auf Ganzfeldpresse umschalten. Und dann kann es schon mal passieren, dass du auch mit 20 Punkten verlierst."
Zudem gilt es, nicht zurück, sondern nach vorne zu schauen. Dass die Trierer auf einen Gegner treffen, der sich in guter Form befindet, zeigt die Bilanz der vergangenen Wochen, die sechs Siege aus neun Spielen aufweist. Das liegt nach Rödls Einschätzung wesentlich an der immer besser werdenden Verfassung von Louis Campbell, "der nach einer schwächeren Zeit in Oldenburg wieder zu seiner alten Form gefunden hat". Campbell ist "der Leader" des Teams, ein athletischer und schneller Guard in einer Mannschaft, die gerade auf den kleinen Positionen exzellent besetzt ist.

Tübingen ausgeglichen besetzt


Aber auch am Brett hat Tübingen durchaus Qualität zu bieten. Da ist der litauische Center Pavelas Cukinas (210 cm), der weniger als Scorer denn als Ballverteiler in Erscheinung tritt. Das Punkten in Brettnähe übernimmt überwiegend Power Forward Tyrone Nash. Insgesamt glänzt die Mannschaft von Trainer Igor Perovic aber vor allem durch die breite Phalanx der Guards auf hohem Niveau und die Ausgeglichenheit. Fünf Akteure punkten über oder knapp an der Zehn-Punkte-Marke.
"Wir haben sehr gut trainiert", sagt Rödl, "und werden diese Trainingsleistungen im Spiel umsetzen müssen." Die TBB, die das Hinspiel mit 65:85 verlor, kann in Bestbesetzung antreten.
TBB Trier: Linhart, Joyce, Saibou, Zwiener, Dojcin, Faßler, Seiferth, Washington, Picard, Zirbes, Bynum


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