Eintracht Trier hat nach drei Niederlagen in Folge wieder einen Sieg in der Regionalliga gefeiert. Beim überzeugenden 2:0-Erfolg in Kassel erzielte Chhunly Pagenburg beide Treffer. Damit machte er nicht nur seinen Trainer sehr, sehr glücklich.
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Grund zum Jubeln: Chhunly Pagenburg (Trikotnummer 9) hat wie hier im Spiel gegen Homburg zwei Tore geschossen und der Eintracht einen Sieg in Kassel beschert. TV-Foto: Archiv/Hans Krämer
Kassel. Nach dem 2:0-Erfolg gegen Hessen Kassel hatte Chhunly Pagenburg eine reine Luxusfrage zu beantworten. Ob er nicht auch noch ein drittes Tor hätte machen können, wurde er gefragt. Ja, hätte er, aber auch so war ja alles gut für ihn und den Fußball-Regionalligisten Eintracht Trier insgesamt. Pagenburg traf vor 3500 Zuschauern im Kasseler Auestadion zum vierten Mal in dieser Saison doppelt und sicherte seinem Team nach vier sieglosen Spielen endlich wieder drei Punkte.
Die Erleichterung war dementsprechend groß bei der Eintracht und den annähernd 50 mitgereisten Fans, die fleißig "Auswärtssieg" skandierten. "Das war ein Schritt in die richtige Richtung", sagte Pagenburg. Sein Trainer Roland Seitz war "sehr, sehr glücklich" über dessen Treffer, über die drei Punkte, über die Mannschaft, die "Sensationelles geliefert hat" und über die Verbesserung der allgemeinen Lage. Die Stimmung sei schließlich nicht gut gewesen - vor dem Spiel.
Den Umschwung führten die Trierer mit einer couragierten Leistung herbei. Pagenburg sah seine Mannschaft von Beginn an als die beherrschende an. Das stimmte zwar nicht ganz, weil Kassel gegen Ende der ersten Halbzeit zumindest optisch überlegen war. Aber insgesamt verdiente sich die Eintracht den Sieg allemal. Die Gäste zeigten schließlich nach den ersten 45 Minuten, in denen der Regen zeitweise intensiver war als die Partie, den unbedingten Willen und die Zielstrebigkeit, die Kassel vermissen ließ.
Als Beleg dafür dient eine Gegenüberstellung der klaren Torchancen: Trier tauchte sechsmal gefährlich vor KSV-Torwart Carsten Nulle auf, verbuchte zudem nach Versuchen aus der Ferne von Fouad Brighache (7.) und Maximilian Watzka (54.) je einen Latten- und einen Pfostenschuss. Kassel dagegen kam auf gerade einmal einen Kopfball im Anschluss an eine Ecke, eine Möglichkeit aus spitzem Winkel und einen gefährlichen Weitschuss, den Staphan Loboué im Trierer Tor aber entschärfte. Bezeichnenderweise sollte diese Aktion kurz nach der Halbzeit eigentlich eine Flanke werden.
Zurück auf die Erfolgsspur
So war es nur allzu gerecht, dass die Eintracht zweimal traf und der KSV keinmal. Pagenburg verwandelte innerhalb kürzester Zeit zwei der zunehmenden Torchancen: In der 69. Minute schob er nach glänzender Vorarbeit von Alon Abelski den Ball freistehend an KSV-Keeper Nulle vorbei, drei Minuten später köpfte er zum 2:0 ein. Das war die Entscheidung. Trier hätte jetzt noch höher gewinnen können, aber das war eben nur ein Thema am Rande.
Im Mittelpunkt bei der Eintracht stand die Rückkehr in die Erfolgsspur. Insofern waren die Trierer die idealen Gäste für den KSV Hessen - aber nur für den Plausch nach dem Spiel. Sie konnten ihnen sagen, wie man eine Durststrecke überwindet. Jetzt sind die Löwen aus Kassel nämlich viermal in Folge ohne Sieg. Sie hätten nach der Partie gerne Luxusfragen beantwortet. Aber die gingen nur an Chhunly Pagenburg.
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