Nur einer von sechs Vereinen der Region, die der Rheinlandliga angehören, steht am Ende des ersten Spieltags mit leeren Händen da - insgesamt eine gute Bilanz. Obwohl ohne Niederlage, fiel der FSV Trier-Tarforst aus der Rolle. Mit 5:5 lieferte die Fries-Elf das Rekordresultat ab.
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Zwei Liga-Neulinge unter sich: Der Trierer Kevin Arbeck (rechts) gegen den Ellscheider Christian Sicken. TV-Foto: Helmut Gassen
Trier. SG Ellscheid - SV Eintracht Trier 05 II 1:1 (0:0) Um objektiv zu urteilen, muss man alle Faktoren, die ein Spiel beeinflussen können, in die Bewertung einer Partie einfließen lassen. Es standen sich zwei junge Mannschaften gegenüber, die eine (Ellscheid) ein Aufsteiger, der Gegner ein Absteiger. Dazu kommt noch der Saisonauftakt, bei dem logischerweise das Zusammenspiel noch nicht perfekt ist. Nimmt man all das zusammen, dann haben die 280 Zuschauer in Ellscheid zumindest kein schlechtes Spiel gesehen. Einig waren sich beide Seiten nach dem Schlusspfiff, dass das Endresultat gerecht war.
Unterschiedlich waren die Auffassungen, was die Chancenverteilung angeht. Ellscheids Coach Uwe Schüller hatte ein Plus für seine Elf gesehen, gab aber auch zu: "Etwas Glasklares war nicht dabei." Daher ging das torlose 0:0 zur Pause durchaus in Ordnung.
Nach dem Seitenwechsel leisteten sich die Hausherren eine Phase, in der ihnen bei ihrem laufintensiven Spiel einige unnötige Passfehler unterliefen, die sofort Gefahr heraufbeschworen.
Andreas Sicken holte einen als Flanke gedachten Schuss von Erik Michels aus dem kurzen Eck, wenig später verpasste Kevin Arbeck nur knapp. Dazwischen lag aber auch ein kerniger Schuss von Alexander Klas nach Vorarbeit von Moritz Habscheid, der aber am Winkel vorbeiflog.
Das 0:1 fiel quasi aus dem Nichts. Alexandru Balota war gefoult worden und blieb liegen. Die Ellscheider Akteure waren abgelenkt, rechneten wohl mit einer Spielunterbrechung, die aber nicht kam. Stattdessen marschierte Michels über die linke Seite auf und davon und brachte die Blau-Schwarzen in Führung. Die war aber im Gegenzug schon wieder dahin. Benjamin Blank setzte Klaus Hamper in Szene, dessen Schuss David Thieser unhaltbar in den Winkel abfälschte. Danach gab es noch vier Gelegenheiten. Arbeck und Diakite hatten eine Doppelchance, Patrick Trampert wurde abgeblockt, und um ein Haar hätte Diakite ein Missverständnis der Ellscheider Abwehr noch genutzt. Eisbachtaler Spfr. - TuS Mosella Schweich 0:2 (0:1) Mit einem unerwarteten Sieg ist die Mosella vom Gastspiel beim letztjährigen "Vize" Eisbachtal heimgekehrt. Nach dem Umbruch, der bei beiden Vereinen vorgenommen wurde, fehlte der Partie zu Beginn auch die Struktur. Eisbachtal kam den Gästen unfreiwillig entgegen, als Dominik Klotten im Strafraum gefoult wurde und Patrick Quary den Strafstoß sicher verwandelte. In der Folgezeit gab es wütende Angriffe der Hausherren, die oft mit Freistößen abgeschlossen wurden, bei denen sich Sebastian Dahm, die neue Nummer eins zwischen den Pfosten der Schweicher, auszeichnen konnte. Die Vorentscheidung fiel kurz nach der Pause, als sich Marco Reifferscheidt zu einer Tätlichkeit gegen Max Gäbler hinreißen ließ. "Danach hatte Eisbachtal nicht mehr viel zu bieten", sagte Trainer Eric Schröder, der sich noch über den zweiten Treffer von Stefan Schleimer freuen konnte. FSV Trier-Tarforst - TuS Koblenz 5:5 (3:1) Dieses Spiel war das Eintrittsgeld mehr als wert. Fünf Euro zahlt ein Erwachsener in Tarforst für ein Rheinlandligaspiel. Bei 50 Cent pro Treffer gibt es keinen Grund zur Beschwerde - für den objektiven Beobachter. Der dreifache Torschütze des FSV, Patrik Kasel, fühlte sich "wie im falschen Film" und an das Spiel gegen Mehring in der vergangenen Saison erinnert, das genauso endete. "Wir hatten sie im Sack", sagte Trainer Stefan Fries, der sich einerseits über das Offensivfeuerwerk freute, dem Hurra-Fußball aber nicht nur positive Seiten abgewinnen konnte.
Nach der klaren Halbzeitführung durch drei Patrik-Kasel-Treffer hätte der FSV die Partie kontrollieren müssen. Stattdessen kippte die Partie sogar, und sechs Minuten vor Schluss lag die TuS mit zwei Toren vorne.
Dass es seinen Schützlingen daraufhin noch gelang, die Partie zu drehen und zumindest ein Remis herauszuholen, nötigte dem Coach wiederum Respekt ab. "Für die Zuschauer ist so ein Spiel sicherlich toll, aber als Trainer kannst du auf so was gerne verzichten." Spvgg. Burgbrohl - SG Kyllburg/Badem/Gindorf 3:1 (1:1) SG-Coach Wolfgang Neumann redete nicht um den heißen Brei herum: "Wir haben dieses Spiel zu Recht verloren und waren mit dem Endresultat sogar noch gut bedient." Zufrieden war Neumann nur "mit der ersten halben Stunde", in der auch die Führung für die Eifeler durch einen Flachschuss ins lange Eck von David Reinhard fiel.
Die Freude war nur von kurzer Dauer, weil Kevin Kostrewa wenig später per Foulelfmeter ausglich. Direkt nach Wiederanpfiff der nächste Nackenschlag, als Stefan Krämer die Führung für die Hausherren erzielte.
Die letzte Chance, nochmals ins Spiel zurückzufinden, verpasste Timo Heinz, dessen Schuss in der 62. Minute nur die Latte traf. "Wenn er ins Netz trifft, kommen wir vielleicht noch einmal zurück", sagte Neumann, "aber verdient wäre es nicht gewesen." TSV Emmelshausen - SV Morbach 0:1 (0:1) Das erste Hunsrückderby zwischen diesen beiden Teams seit fünf Jahren entschied der Favorit hauchdünn für sich. "Der Vorsprung, der zu einem optimalen Zeitpunkt fiel, hat uns eher gelähmt als beflügelt", monierte Trainer Dieter Müller, dessen Elf nach der Pause "wohl dachte, jetzt geht alles von selbst". Das Gegenteil war der Fall. Gegen den kampfstarken Aufsteiger wäre der Sieg fast noch ins Wasser gefallen. "Georg Borschnek hat uns den Sieg gerettet", lobte Müller seinen neuen Torhüter, der in der 85. Minute einen aus acht Metern aus dem Gewühl hart und platziert geschossenen Ball mit einem Reflex entschärft. "Den hätte noch lange nicht jeder gehalten", lobte Müller, der dann feststellte: "Hauptsache drei Punkte." wir
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