aus unserem Archiv vom 09. August 2012

Trost vom Gegner - damit soll Schluss sein!

Mirko Blahak

Zu Hause verkörperte Eintracht Trier in der Vorsaison oftmals graues Mittelmaß. Die Spielweise vergraulte das Publikum. In der neuen Saison soll es besser werden. Vor dem heutigen Heimspiel-Auftakt gegen Mainz 05 II (19 Uhr, Moselstadion) verspricht Eintracht-Trainer Roland Seitz einen druckvolleren Fußball.

Trier. An den 9. September 2011 denkt bei Eintracht Trier keiner gerne zurück. Gegen Mainz 05 II setzte es eine empfindliche 0:3-Heimpleite. Es war die dritte Schlappe im Moselstadion in Folge. In der Saison-Endabrechnung standen sieben Niederlagen in heimischen Gefilden zu Buche. Die Eintracht: im eigenen Stadion nur biederer Durchschnitt. Das kostete Zuschauer. Einige Fans wollten sich das teils konzeptlos wirkende Treiben ihrer Mannschaft nicht mehr antun.
Neue Saison, neues Glück? Eintracht-Trainer Roland Seitz hofft darauf. "Unsere Aufgabe ist es, mit einer guten, engagierten Leistung den Gegner unter Druck zu setzen", sagt der Oberpfälzer vor dem heutigen Heimspiel-Auftakt der Spielzeit 2012/13 gegen Mainz II. Die Mannschaft soll auf dem Platz nicht so tief stehen. Die Offensivspieler sollen die Abwehr des Gegners schneller anlaufen. Und gegen zügige Anspiele in die Spitze hätte der Trainer auch nichts. Dinge, die in der zurückliegenden Saison gerade gegen abwartend agierende Gegner selten zu sehen waren. Einem "Hurra-Stil" setzt Seitz gleichzeitig Grenzen: "Wir dürfen nicht ins offene Messer laufen."
Der 2:1-Erfolg beim SC Freiburg II in der Vorwoche soll dem neu zusammengestellten Team zusätzliches Selbstvertrauen geben. Personell will Seitz heute gegen die Rheinhessen keine Veränderungen vornehmen.
Wann der vorhandene Kader noch verstärkt wird, steht weiterhin nicht fest. Die Eintracht will in der Offensive noch nachlegen, im Blickfeld steht ein Stürmer. Der zuletzt getestete Sven Biermann vom belgischen Zweitligisten AS Eupen ist laut Seitz kein Thema mehr. Gleichzeitig lässt der 47-Jährige durchblicken, dass Kontakt zu anderen Spielern bestehe. Sie strebten jedoch in die dritte Liga, weshalb sie mit einer Zusage in Trier zögern würden.
Mögliche Aufstellung Trier: Lengsfeld - Brighache, Klinger, Hollmann, Zittlau - Di Gregorio - Lewerenz, Kuduzovic, Abelski, Watzka - Pagenburg
Extra
Mieser Start: Triers heutiger Gegner Mainz 05 II hat zu Saisonbeginn zu Hause mit 0:5 gegen 1899 Hoffenheim II verloren. Als Gründe führte Trainer Martin Schmidt ausbleibende Aggressivität, Schwächen im Zweikampfverhalten und das Fehlen mehrerer Perspektivspieler, die zu dem Zeitpunkt noch mit der Bundesliga-Mannschaft trainierten, an. Gegen Trier erwartet Schmidt ein anderes Auftreten seiner Jungspunde. "Wir werden mit einem Grundrespekt vor dem Gegner in die Partie gehen. Ich weiß, dass wir dort ein ganz anderes Spiel sehen werden als gegen Hoffenheim", wird er auf der Internet-Seite des FSV zitiert. Ebenso wie bei der Eintracht wurde der Kader der Mainzer U 23 auf einigen Positionen neu zusammengestellt. Nicht mehr dabei sind etwa Daniel Buballa (VfR Aalen), Erik Durm, Thomas Meißner (beide Borussia Dortmund II) und Jonas Raltschitsch (FSV Frankfurt II). Dafür rückten unter anderem mehrere A-Jugendliche ins Regionalliga-Team auf. bl

 


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