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aus unserem Archiv vom 23. September 2012
Autor: Mirko Blahak Kommentare: Kommentare zeigen Ort: Trier Drucken  E-Mail

Was nun, Herr Seitz?

Zu alter Heimstärke wollte Eintracht Trier in dieser Saison zurückfinden. In vier Partien im Moselstadion kratzte die Mannschaft aber gerade einmal vier Punkte zusammen. Gegen tief stehende Gegner fehlen weiterhin die Rezepte. Das bringt den SVE bereits nach einem Viertel der Spielzeit in eine kritische Situation.

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Trier. 0:1 gegen Koblenz. Die zweite Niederlage in Folge. Nur ein Tor in drei Partien. Die Formkurve bei der Eintracht zeigt nach unten. Und das in einer Phase, in der die Moselaner eigentlich mehr und mehr zu ihrem Spiel finden wollten.
Doch wofür steht die Eintracht 2012/13? Wenn die Mannschaft in der Pflicht ist, das Spiel zu machen, lässt sich derzeit keine Handschrift des Trainers erkennen. Stattdessen verweist Roland Seitz bei Misserfolgen gerne auf Stärken des Gegners.
So wie nach der Heimniederlage gegen die TuS am Freitagabend. Koblenz habe sehr tief gestanden, die Räume eng gemacht. Damit hatte der Oberpfälzer nicht Unrecht. Doch warum hatte die Eintracht kein Gegenmittel? Und dürfen künftig alle Gegner jubelnd aus dem Moselstadion laufen, wenn sie defensiv kompakt stehen? Was nun, Herr Seitz? Der Coach wird sich etwas einfallen lassen müssen, um den Abwärtstrend aufzuhalten.
Die Eintracht wollte nach der 1:3-Niederlage in Mannheim eine Reaktion zeigen. Auf die Frage, wie weit die Mannschaft davon gegen Koblenz entfernt war, verweigerte der Trainer eine Antwort: "Was soll ich Ihnen sagen? Was wollen Sie hören? Auf diese Frage brauche ich nicht zu antworten."
Die Mängelliste gegen die mit einfachen kämpferischen Mitteln zum Erfolg kommenden Ko blenzer war lang:
Torwart Andreas Lengsfeld machte erneut keine glückliche Figur - diesmal beim Gegentor, als Michael Stahl von der linken Seite per direktem Freistoß traf.
Wenig Druck über die Außenbahnen, auf denen vor allem Mittelfeldspieler Max Watzka und die Außenverteidiger Fouad Brighache und Fabian Zittlau wirkungslos blieben.
Lange Bälle aus der Defensive heraus, die Einfallslosigkeit widerspiegelten.
Kaum schnelles Spiel in der Mittelfeldzentrale.
Keine Effektivität trotz einer Doppelspitze (Chhunly Pagenburg, Markus Fuchs).
Schlechte Freistöße und Ecken.
Erst in der Schlussphase kam Trier zu guten Chancen. Zu spät. In der Regionalliga Südwest geht es eng zu. "Mit einem Sieg hätten wir oben dranbleiben können. Jetzt müssen wir uns etwas anders orientieren", sagte Seitz.
Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht die Einschätzung des 47-Jährigen. Auf den ersten Abstiegsplatz hat Trier nur zwei Punkte Vorsprung.
Extra
Mit acht Toren in den ersten sechs Spielen sorgte Chhunly Pagenburg ligaweit für Aufsehen. Nun ist der 25-jährige Eintracht-Stürmer seit drei Partien ohne Tor. Er bezieht Stellung… …zur Niederlage gegen Ko blenz: "Wir haben es nicht geschafft, den kleinen Negativtrend aufzuhalten. Er hat sich jetzt leider verschärft." …zu den Fehlern im Spiel gegen die TuS: "Uns ist nichts eingefallen. Wir haben nicht die richtigen Mittel gewählt. Wir hatten Probleme, die einfachsten Bälle zu spielen. Uns war eine Verunsicherung anzumerken." …zur eigenen Durststrecke: "Ich wusste, dass eine Phase kommen wird, in der ich nicht treffe. Ich werde weiter Gas geben, damit sich das wieder ändert." …zur Perspektive der Mannschaft: "Wir können mehr als nur Mittelmaß verkörpern. Wir haben in dieser Saison ja auch schon bessere Spiele gezeigt. Es ist noch nichts verloren. Wenn die verletzten Baldo di Gregorio und Christoph Anton zurückkommen, haben wir wieder mehr Quantität und Qualität." bl
Extra
Aktion: Einen Tag vor dem Heimspiel gegen die SV Elversberg will Eintracht Trier auf dem Kornmarkt Werbung in eigener Sache machen. Am Donnerstag, 27. September, stehen Spieler, Trainer und Fans des SVE zwischen 12 und 13 Uhr sowie 17.30 und 18.30 Uhr für Gespräche zur Verfügung. Es gibt ein Gewinnspiel. Verteilt werden zudem Rabatt-Gutscheine auf Karten für das Elversberg-Spiel (Freitag, 19 Uhr). Kader: Nach Aussage von SVE-Vorstandsmitglied Ernst Wilhelmi soll weder jetzt noch in der Winterpause ein weiterer Offensivspieler verpflichtet werden. Ein zusätzlicher Akteur sei nicht finanzierbar. Zuletzt hatten die Clubführung und Trainer Roland Seitz noch ihrer Hoffnung Ausdruck verliehen, einen Transfer tätigen zu können. bl

 




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