Fast kein Tor ohne Dominik Kohr - Trierer Nachwuchsspieler glänzt bei der EM-Quali im Nationaltrikot
Der Auftakt in die Qualifikation zur U-19-Europameisterschtaft 2013 in Litauen ist gelungen. Im ersten Spiel der Gruppe 5 in Bascharage (Luxemburg) setzte sich das von Christian Ziege betreute Team mit 5:0 (1:0) gegen Mazedonien durch.
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Eine Halbzeit lang tat sich der deutsche Nachwuchs gegen die Mauerkünstler aus Mazedonien schwer, die gar kein Interesse daran zeigten, ihren Part zum spielerischen Niveau beizutragen. "Fußball verhindern" lautete das Motto der Rothemden, die in der ersten Hälfte insgesamt nur zweimal in der deutschen Hälfte auftauchte. Und die Schützlinge von Christian Ziege taten sich schwer. Durch die Mitte ging nichts, weil der Abwehrriegel Mazedoniens dort sehr massiert stand. Über die Flügel aber auch lange nicht. Der für Bayer Leverkusen spielende Dominik Kohr, der rechts in der Viererkette nominiert war, wurde unfreiwillig von seinem Mitspieler Yannick Gerhardt (1. FC Köln) gebremst, der die rechte Seite nicht oder zu spät frei machte. Dennoch war Kohr, der den Bann brach und später für die Vorentscheidung des Spiels sorgte. In der 44. Minute versuchte der 18-Jährige erst gar nicht über außen zu gehen, zog nach innen, drang in den Strafraum ein und wurde gelegt. Den fälligen Strafstoß verwandelte sein ehemaliger Vereinskollege Samed Yesil (jetzt FC Liverpool) zur Pausenführung. Nach dem Wechsel hatte Deutschland den Schlüssel gefunden, die Betonabwehr zu knacken. Immer wieder marschierte Kohr über rechts, und fasste sich dann ein Herz: "Ich hatte so oft gepasst und geflankt, dass ich dachte, jetzt probiere ich es mal selbst." Mit Erfolg. Mit einem wie an der Linie gezogenen Flachschuss aus 16 m ins lange Eck (64.) markierte er das 2:0 - sein erster Treffer im Nationaltrikot. Kurz darauf war der Drops gelutscht. Wieder war Kohr über rechts durchgebrochen, seine Flanke wurde abgeklatscht und führte wegen unerlaubter Rückgabe zu einem (unberechtigten) indirekten Freistoß, den Sebastian Kerk (SC Freiburg) aus fünf Metern unter die Latte schlenzte. Gegen den nun völlig ausgelaugten Gegner erhöhten Marcel Kärcher (FSV Mainz 05) und Gerhardt noch auf 5:0. Bundestrainer Ziege bescheinigte Kohr "eine sehr ordentliche Leistung" nach dem Wechsel. Heute trifft die deutsche Mannschaft (17 Uhr, Op Flohr, Grevenmacher) auf Gastgeber Luxemburg. Anders, als unserer Zeitung in einer ersten Anfrage mitgeteilt, wird ein Eintritt von 5 Euro erhoben.
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