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Da ist noch Luft nach oben

(Trier) Handball-Miezen kassieren vermeidbare 26:30-Heimniederlage im Duell gegen Mainz.

02.10.2017
Björn Pazen
Trier Die neue Aufwärmmusik war eine Mischung aus Rockkonzert und Ballermann-Party, aber am Ende tanzte nicht Trier, sondern Mainz übers Feld. Unter den Augen der Dolphins-Rollstuhlbasketballer sowie der Ex-Spielerinnen Judith Derbach und Jessica Kockler haben die Trierer Handball-Miezen am Sonntag ihre Heimpremiere der neuen Saison vergeigt. Im Rheinland-Pfalz-Derby gegen das Team aus der Landeshauptstadt stand am Ende eine durchaus vermeidbare 26:30 (14:16)-Niederlage auf der Anzeigentafel.
"Uns hat das nötige Selbstvertrauen gefehlt, zudem hatten wir nicht die mentale und physische Präsenz. Aber ich denke, das wird noch kommen. Heute haben wir zumindest nicht das gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten", sagte MJC-Trainer Andy Palm recht geknickt und selbstkritisch nach seinem ersten Heimspiel in der Arena. Der Belgier gab nach nun 2:4 Punkten zu: "Wir haben definitiv noch Luft nach oben, speziell, was das Umschalten und die nötige Ruhe im Abschluss betrifft."
Seine Mannschaft war in der noch sichtlich von der Premiere des Trierer Kultfilms "City Royale" am Vorabend gezeichneten Arena gut gestartet, hatte dann aber erst den Faden verloren und schaffte es am Ende nicht mehr, den Rückstand aufzuholen.
Dora Simon-Varga, die in der Vorsaison mit über 200 Treffern beste MJC-Werferin war, gelang das erste Heimtor der neuen Spielzeit. Danach war die Partie absolut ausgeglichen, keine der Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen. Bei Trier zeigte Neuzugang Gabriella Szabo ihre Torgefahr mit sechs Treffern, verwarf allerdings auch viele Bälle. Beim 13:11 stand die erste Zwei-Tore-Führung der Gastgeberinnen auf der Anzeigentafel - aber danach lief erst einmal nichts mehr. Sieben Minuten blieb Trier ohne Treffer, während Mainz auf 15:13 davonzog. In dieser Phase vergaben die Miezen leichtfertig einige Chancen. Weil aber Torfrau Melanie Eckelt alleine vor der Pause sieben Würfe abwehrte, blieb beim Pausenpfiff der Rückstand bei zwei Treffern.
Mainz spielte im Angriff weiter effektiver, Trier war nicht nahe genug bei den Gegenspielerinnen und lag so fast permanent mit vier Treffern hinten. Hoffnung keimte unter den rund 500 Fans sechs Minuten vor dem Ende beim 25:26 durch Linsey Houben auf, doch statt den Ausgleich zu markieren, kassierten die Miezen zwei Treffer in Folge, beim 25:28 war die Messe gelesen. Nächsten Sonntag (13 Uhr) gegen Herrenberg wartet im Pokal die nächste Heimaufgabe.
DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami - Petrovka (3), Sattler, Houben (5), Czanik (3), Tolic (1), Smits, Szabo (6/1), Zrnec (1), Simon-Varga (4/1), Welter (3)