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Frauenhandball: Mit Pech verloren - Abgrund rückt für Miezen näher

(Herrenberg/Trier) War das schon die Vorentscheidung im Abstiegskampf? Während die Trierer Miezen trotz tollen Kampfes mit 26:27 in Herrenberg verloren haben, gewann die Konkurrenz. Der Abstand auf den rettenden zwölften Platz beträgt jetzt schon zehn Punkte.

21.02.2016
Der erste Schock war das eigene Resultat - und als dann die Ergebnisse aus den Parallelspielen in den anderen Hallen durchsickerten, war die Stimmung bei den Trierer Miezen am Samstagabend absolut am Boden.

Während die MJC beim 26:27 (12:15) ganz nah dran war am ersten Punkt nach vier Niederlagen in Folge, setzte sich die Konkurrenz weiter ab: Durch den 27:25-Erfolg von Mainz-Budenheim gegen Bensheim beträgt der Rückstand der Miezen auf den rettenden fünftletzten Platz zehn Spieltage vor dem Saisonende bereits zehn Punkte. Selbst für den Fall, dass möglicherweise nur drei statt vier Teams in die 3. Liga absteigen müssen, sind es bereits neun Zähler - fast unmöglich, dies noch aufzuholen.

"Wir kämpfen weiter, immer weiter", sagte Triers Trainerin Cristina Cabeza nach der knappen Niederlage. Obwohl es wieder keine Punkte gab, stimmt sie die Leistung positiv: "Wenn wir die ganze Saison so gespielt hätten wie in Herrenberg, wären wir nicht in der aktuellen Lage. Das war ein klarer Fortschritt, auch wenn wir uns wieder nichts davon kaufen konnten. Die Mannschaft hat nach schwachem Start bis zum Schluss toll gekämpft."
Denn nach einem solch’ engen Spiel hatte es in der Anfangsphase nicht ausgesehen: Nach gerade einmal vier Minuten lagen die Miezen mit 0:4 hinten. Aber dann nutzen sie eine Überzahl geschickt, um auf 4:5 zu verkürzen - und waren ab diesem Zeitpunkt auch im Spiel.

Es dauerte bis zur 21. Minute, ehe Judith Derbach beim 10:10 der erste Ausgleich gelang. Trotz dieser Steigerung lag Trier zur Pause mit 12:15 hinten - und obwohl Herrenberg sich sogar auf vier Tore absetzte, zeigten die Miezen eine tolle Moral: Dank vier Toren in Folge gelang beim 18:18 erneut der Ausgleich - und mehrfach hatte die MJC sogar die Chance in Führung zu gehen.

"Dass es am Ende nicht reichte, lag an Kleinigkeiten", sagte Cabeza: "Vor allem an unserer Unterzahl in der entscheidenden Phase." Beim 24:24 kassierte Kreisläuferin Andrea Czanik eine Zeitstrafe, kurz darauf musste auch Judith Derbach vom Feld - und Herrenberg nutzt dies eiskalt aus, um sich zwei Minuten vor dem Ende auf 27:24 abzusetzen. Der MJC gelangen zwar noch zwei Treffer, Herrenberg spielte die letzten Sekunden dann aber souverän herunter - und gewann glücklich mit 27:26. BP

DJK/MJC Trier: Kockler, Eckelt - Jurgutyte (2), Thomas (3), Sattler (3), Mohrt (0), Houben (5), Czanik (1), Derbach (3/1), Müller (5), Weibelova (3), Knolroz (0), Welter (1) Beste Torschützin Herrenberg: Klein (6)
 

 

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