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Handball-Miezen müssen früh aus ihren Körbchen

(TRIER) Pokalspiel gegen Herrenberg am Sonntag um 13 Uhr.

07.10.2017
TRIER (BP) Heute früher ins Bett gehen, morgen reichlich, aber nicht zu spät frühstücken, und das Mittagessen nach hinten verschieben: So bereiten sich die Miezen auf ihr Pokalspiel zu ungewohnter Anwurfzeit vor. Am Sonntag um 13 Uhr geht es in der Arena für die Zweitliga-Handballerinnen gegen den Ligakonkurrenten aus Herrenberg um den Einzug ins Achtelfinale des DHB-Pokals. "Der Körper muss sich schon umstellen, wenn man zur Mittagszeit spielt, aber so große Probleme sehe ich darin nicht", sagt MJC-Trainer Andy Palm. Mehr Gedanken bereitet dem Belgier die Tatsache, dass in Andrea Czanik und Dora Simon-Varga zwei wichtige Spielerinnen angeschlagen sind. "Beide können spielen, aber die Frage ist, wie fit sie sind - und was wir riskieren können", sagt Palm, der zudem darauf hofft, dass sein Team die richtigen Lehren aus der Heimpremiere am vergangenen Sonntag (26:30 gegen Mainz) gezogen hat: Kompakter in der Deckung stehen, als Team zusammenwachsen und im Angriff effektiver werfen lauten die Stichworte für die Spielerinnen. "Es wird nicht einfach gegen Herrenberg. Wenn wir diese drei Punkte aber umsetzen, sollte es mit dem Achtelfinale klappen", ist sich Palm sicher.
Herrenberg war in der Vorsaison als einer der Mitfavoriten gestartet, dann aber eigentlich abgestiegen. Nur weil Leipzig keine Erstligalizenz erhielt und daher Rödertal aufrückte, blieben die Schwaben überhaupt in der zweiten Liga. Dort ist Herrenberg nun aber mit 6:2 Zählern punktgleich mit dem Zweiten. "Sie haben jetzt das Selbstvertrauen, das ihnen im Vorjahr fehlte. Vom Potenzial her war Herrenberg schon in der Vorsaison spitze", sagt Palm.
Der Trainer und seine Mannschaft werden am Sonntag nach ihrem Spiel noch in der Arena bleiben, um das erste Gladiators-Heimspiel der Saison gegen Hagen (Anwurf: 18 Uhr) zu beobachten. Wer eine Karte für das Basketball-Spiel hat, kann sich das Pokalspiel der Miezen für sieben Euro anschauen - und umgekehrt: beide Partien gibt es ab 15 Euro. Die MJC weist darauf hin, dass Dauerkarten und Gutscheine im Pokal nicht gültig sind - schließlich muss man die Einnahmen ja mit dem Gegner teilen. Zum letzten Mal in einem Pokal-Achtelfinale war Trier übrigens vor vier Jahren, da gab es eine Klatsche gegen den Thüringer HC.
DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami - Sattler, Zrnec, Tolic, Szabo, Petrovska, Czanik (?), Smits, Simon-Varga (?), Houben, Welter