sport/handball/miezen

Miezen: Klassenerhalt rückt in immer weitere Ferne

(Herrenberg) Trotz einer beeindruckenden kämpferischen Leistung beim Tabellenvierten SG H2Ku Herrenberg am Samstagabend rückt der Klassenerhalt in der 2. Frauen-Handball-Bundesliga für die Trierer Miezen in immer weitere Ferne.

20.02.2016
Björn Pazen
Unglücklich verloren, während die Konkurrenz gewann: So ist die Stimmungslage bei den Trierer Miezen nach der 26:27 (12:15)-Niederlage in Herrenberg. Während die Triererinnen ganz nah dran waren am ersten Punkt nach vier Niederlagen in Folge, setzte sich die Konkurrenz weiter ab: Durch den 27:25-Erfolg von Mainz-Budenheim gegen Bensheim beträgt der Rückstand der Miezen auf den rettenden fünftletzten Platz zehn Spieltage vor dem Saisonende bereits zehn Punkte - fast unmöglich, um noch aufzuholen.

Nach einem solch‘ engen Spiel hatte es in der Anfangsphase wahrlich nicht ausgesehen: nach gerade einmal vier Minuten lagen die Miezen mit 0:4 hinten, wie schon in den vergangenen Wochen hatten sie den Start verschlafen. Aber dann nutzen sie eine Überzahl geschickt, um auf 4:5 zu verkürzen - und waren ab diesem Zeitpunkt auch im Spiel.
Es dauerte dennoch bis zur 21. Minute, bis Judith Derbach beim 10:10 der erste Ausgleich gelang. Zur Überraschung des Tabellenvierten, der zuvor die vergangenen vier Partien gewonnen hatte, blieb die MJC dran. Der litauische Neuzugang Zivile Jurgutyte lenkte das Spiel der Triererinnen, die nun auch besser in der Abwehr standen.

Trotz dieser Steigerung lag Trier zur Pause mit 12:15 hinten - und obwohl Herrenberg sich sogar auf vier Tore absetzte, zeigten die Miezen eine tolle Moral: Dank vier Toren in Folge gelang beim 18:18 erneut der Ausgleich - und mehrfach hatte die MJC sogar die Chance in Führung zu gehen, weil sie die Herrenberger Angreiferinnen nun gut im Griff hatten.
Und plötzlich war auch Triers beste Torschützin heiß: Mit drei Treffer in nur vier Minuten glich Joline Müller immer wieder einen Rückstand aus. Aber die MJC schaffte es einfach nicht, in Führung zu gehen. Beim 24:24 kassierte Kreisläuferin Andrea Czanik eine Zeitstrafe, kurz darauf musste auch Judith Derbach mit einer Zeitstrafe vom Feld - und Herrenberg nutzt diese Überzahl eiskalt aus, um sich auf zwei Minuten vor dem Ende vorentscheidend auf 27:24 abzusetzen.

Doch die MJC gab sich immer noch nicht auf: Linsey Houben (mit ihrem fünften Treffer) und Müller mit Tor Nummer fünf brachten die Miezen nochmals auf 26:27 heran, aber die Messe war acht Sekunden vor dem Ende gelesen, als Herrenberg nach einer Auszeit den letzten Angriff in aller Ruhe bis zum Schlusspfiff ausspielte.

Statistik: SG H2Ku Herrenberg - DJK/MJC Trier 27:26 (15:12)
DJK/MJC Trier:
Kockler, Eckelt - Jurgutyte (2), Thomas (3), Sattler (3), Mohrt (0), Houben (5), Czanik (1), Derbach (3/1), Müller (5), Weibelova (3), Knolroz (0), Welter (1) Beste Torschützin Herrenberg: Klein (6)

Empfehlungen

Kommentare