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Miezen-Trainer fordert mehr Leidenschaft und Emotion

(Trier) Handball: DJK/MJC Trier empfängt im ersten Heimspiel der Saison am Sonntag den Mitfavoriten aus Mainz.

30.09.2017
Trier (BP) 133 Tage haben die Miezen-Fans auf ein Heimspiel der Trie rer Handballerinnen warten müssen, am Sonntag ist es wieder so weit: "Wir freuen uns riesig darauf, vor unserem Publikum antreten zu dürfen", sagt Trainer Andy Palm, für den ein Spiel in der Arena ebenso Neuland ist wie für die Neuzugänge Yuko Minami, Vesna Tolic, Gabriella Szabo und Aaricia Smits.
Der Gegner am Sonntag (Anwurf: 16 Uhr) ist nicht von Pappe: Die FSG Mainz 05/Budenheim ist einer der Favoriten auf den Erstliga-Aufstieg. Und beim einzigen Landes-Derby treffen auch unterschiedliche Philosophien aufeinander: Die Mainzer "Dynamites" setzen im Gegensatz zu Trier ganz auf den deutschen Nachwuchs, im Kader (mit nur zwei Spielerinnen über 25 Jahren) steht unter anderem die U17-Europameisterin Pauline Golla oder die U19-Nationalspielerin Alicia Soffel, die bundesweit durch ihr von den Fans online gewählten "Tor des Jahres" 2016 im Rückwärtsfallen berühmt wurde.
Mit 4:2 Punkten und nach der eher überraschenden 25:26-Niederlage in Nürtingen sind die Mainzer Tabellenzweiter, Trier hat mit einem Spiel weniger auf dem Konto 2:2 Zähler. "Unser Auswärtssieg in Gröbenzell hat für das nötige Selbstvertrauen vor unserer Heimpremiere gesorgt. Aber nun müssen wir noch mehr Leidenschaft und Emotionen an den Tag legen", sagt Trainer Palm, der von einem engen Spiel ausgeht, das "erst in der Schlussphase entschieden wird. Wer dann weniger Fehler macht, gewinnt".
Mainz hat für den MJC-Trainer ein ähnliches Niveau wie Rosengarten, wo die Miezen am ersten Spieltag einen möglichen Sieg verschenkten. Er schätzt bei Mainz vor allem die gute Achse aus Rückraum und Kreis sowie die schnelle Offensive: "Vieles wird davon abhängen, dass wir schnell auf Abwehr umschalten", sagt der Belgier, der wieder auf Tolic zurückgreifen kann. Beim 32:23 in Gröbenzell hatte die Kroatin wegen Rückenproblemen gefehlt. Somit sind mit Ausnahme der Langzeitverletzten Constantinescu und Müller alle Miezen an Bord.
Nur eine Woche nach der Partie gegen Mainz steht gleich das nächste MJC-Heimspiel an. Zu ungewohnter Zeit, um 13 Uhr, treffen die Miezen am Sonntag, 8. Oktober in der zweiten Runde des DHB-Pokals auf Herrenberg, der Sieger zieht ins Achtelfinale ein.
DJK/MJC Trier (Kader): Eckelt, Minami - Sattler, Zrnec, Tolic, Szabo, Petrovska, Czanik, Smits, Simon-Varga, Houben. Welter