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aus unserem Archiv vom 05. August 2012
Autor: Willi Rausch, Mit Jürgen Brech sprach unser Mitarbeiter Willi Rausch Kommentare: Kommentare zeigen Ort: Wittlich Drucken  E-Mail

Ungarn holt sich den Pokal

Genaue Zahlen kann Organisationschef Axel Weinand unmittelbar nach Turnierende noch nicht nennen. Wohl aber ein sportliches Fazit: "Trotz Olympia hatten wir mit drei der besten fünf deutschen Mannschaften und dem ungarischen Nationalteam wieder gehobene internationale Klasse am Start."

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Wittlich. Das Endspiel des nach Ansicht von Ungarns Coach Karl-Erik Böhn "besten Turniers überhaupt" bestritten seine Schützlinge gegen den deutschen Rekordmeister und Wittlicher Rekordsieger HC Leipzig. Es waren die beiden besten Teams des Turniers - sie hatten spielerisch einfach das höchste Niveau. Das Team aus Sachsen geriet zwar zwischenzeitlich mehrfach mit vier Treffern in Rückstand, kämpfte sich aber immer wieder zurück. Und, nicht zu vergessen, beim HC fehlten Torfrau Katja Schülke, Maura Visser und Jessie Kramer wegen Verletzung. Diese Schwächung wirkte sich nach dem 11:14 aus Leipziger Sicht aber im zweiten Durchgang mit zunehmender Spieldauer immer gravierender aus.
Obwohl Ungarn im zweiten Abschnitt komplett auf ihre ehemalige Welthandballerin Anita Döbricz verzichtete, wirkte sich die längere Bank des Nationalteams immer stärker aus. Unmittelbar nach Wiederanpfiff zog der spätere Sieger binnen weniger Minuten auf 20:13 und hatte damit den Leipzigerinnen den Zahn gezogen. Am Ende hieß der verdiente Sieger Ungarn, den Leipzigerinnen blieb der Trost, mit Karolina Kudlacz die erfolgreichste Werferin in ihren Reihen zu haben, die auch von den Zuschauern zur beliebtesten Spielerin gewählt wurde.
Die Besetzung im Jahr 2012 ist vielleicht nicht ganz so spektakulär wie in den Jahren zuvor, aber Weltklassehandball der Frauen wird auch bei der 13. Auflage geboten. Und mittendrin tummeln sich die Trierer Miezen, für die dieses Turnier wahrscheinlich zu früh kommt. Sie hatten sich zum Auftakt des Turniers gegen den HC Leipzig noch achtbar aus der Affäre gezogen. Nach dem 6:14 zur Pause endete die Partie mit 18:24. Ein Debakel erlebte das Team von Trainer Jörn Ilper dann allerdings gegen das ungarische Nationalteam. Mit 13:37 (7:17) stand die höchste Niederlage aller Zeiten beim Wittlicher Turnier zu Buche. Am Ende ging auch die letzte Partie etwas unglücklich gegen die Däninnen aus Skive mit 29:32 (12:18) verloren.
"Es muss für jede unserer Spielerinnen eine Ehre sein, gegen solche Teams antreten zu dürfen", sagte Miezen-Trainer Jörn Ilper, der keine Wunderdinge, aber "Kampf und Einsatz" von seinen Schützlingen erwartete.
In der Gruppe A traten gleich zwei Vereine zum ersten Mal in der Kreisstadt an. Dazu gehört der dänische Erstliga-Aufsteiger Skive FH. Dass der Newcomer aus Skandinavien in Wittlich antrat, ist vor allem den guten Kontakten zu verdanken, die die Organisatoren des Ausrichters HSG um den Vorsitzenden Axel Weinand im Laufe der Jahre geknüpft haben.

Die Ergebnisse der Vorrunde: Buxtehuder SV - Skive FH 29:21, HC Leipzig - DJK/MJC Trier 24:18, Skive FH - Bayer Leverkusen 19:22, DJK/MJC Trier - Nationalmannschaft Ungarn 13:37, Bayer Leverkusen - Buxtehuder SV 25:26, Ungarn - HC Leipzig 24:24; K.-O.-Runde: Buxtehuder SV - HC Leipzig 20:26, Ungarn - Leverkusen 35:22, Spiel um Platz 5: Skive FH-DJK/MJC Trier 32:29, Spiel um Platz 3: Buxtehuder SV - Bayer Leverkusen , Finale: HC Leipzig - Ungarn
Extra
... Jürgen Brech, Vorstand beim Frauenhandball-Bundesligisten DJK/MJC Trier Herr Brech, die Miezen haben den letzten Platz in Wittlich belegt. Wie fällt Ihr Fazit aus? So komisch sich das auch anhören mag, ich bin nicht unzufrieden. Wir sind hier mit einem sehr kleinen und sehr jungen Kader angetreten. Die Mannschaft hat tollen Teamgeist gezeigt und hat kämpferisch überzeugt. In der 2. Halbzeit gegen Leipzig und gegen Skive waren wir sogar richtig gut. Noch ist die Mannschaft nicht bundesligareif. Was muss noch getan werden. Wir benötigen sicher noch mindestens zwei Spielerinnen für den Rückraum. Vor allem benötigen wir eine starke Linkshänderin. Wir arbeiten im Rahmen unserer Möglichkeiten hart daran, den Kader noch qualitativ aufzustocken. Wir nutzen alle Kontakte, die wir haben, um so schnell wie möglich ans Ziel zu kommen. Wie beurteilen Sie die bisherigen Leistungen der Neuzugänge? Unser Trainer Jörn Ilper arbeitet hart mit den Mädchen. Man hat aber auch gesehen, dass wir bis jetzt noch wenig mit Ball gemacht haben. Eine Verstärkung ist auf jeden Fall unsere Kreisläuferin Andrea Czanik, die mit Silvia Solic ein gutes Duo bilden wird. Den anderen Spielerinnen muss man noch etwas Zeit geben. Sie haben allesamt noch große Möglichkeiten in ihrer Entwicklung. Mit Jürgen Brech sprach unser Mitarbeiter Willi Rausch




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