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"Vorteile liegen auf der Hand"

(Trier) Was Ex-Eintracht-Pressesprecher Ralf Wigger mit dem Trierer Pádelplatz zu tun hat.

20.09.2017
Interview: Andreas Arens
Trier Zu Zweitligazeiten wirkte er einst als Pressesprecher bei Eintracht Trier. Inzwischen lebt der am Freitag 45 Jahre alt werdende, frühere Radiojournalist in der Heimat seiner Frau in der Nähe von Cambrils in Spanien, weilt aber auch noch regelmäßig an der Mosel. Auch auf seine Initiative hin entstand vor fünf Jahren ein Pádel-Platz in Trier. In Wiggers Wahlheimat Katalonien und im ganzen Land ist Pádel eine Nationalsportart, wie Wigger im TV-Interview zu berichten weiß.
Seit rund zehn Jahren leben Sie in Spanien. Welche Präsenz hat Pádel dort?
Wigger Hier gibt es in nahezu jedem Dorf einen Pádelplatz. Und das ist nur allzu verständlich, denn Millionen von Menschen spielen es regelmäßig. Alleine in meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind es ganz viele, die sogar mehrmals in der Woche zum Schläger greifen.
Im weiten Umkreis ist der Pádel-Platz auf der Anlage des TC Trier unweit des Moselstadions der einzige seiner Art. Welche Entwicklungschancen sehen Sie für diese Sportart hier bei uns?
Wigger Es war schon sehr schwierig, eine ganz neue Sportart in Trier zu etablieren. Jetzt, nach einigen Jahren, gibt es aber auch bei uns eine feste Pádelgemeinschaft - übrigens mit vielen Spaniern, die in Trier oder in Luxemburg wohnen.
Deutschlandweit gesehen gibt es mit Köln, Berlin und Worms einige Hochburgen, in denen die Sportart inzwischen boomt. Insgesamt wird es wohl noch etwas dauern, bis sich Pádel in Deutschland so richtig durchsetzt. Aber es wird kommen, da die Vorteile des Sports auf der Hand liegen. Außerdem sind viele Tennisvereine auf der Suche nach Alternativen, da sie mittlerweile häufig zu viele Plätze haben. Schließlich ist hier vielerorts die Zahl der Aktiven ja seit Jahren rückläufig.
Frage am Rande: Gibt es für Sie als früheren Pressesprecher des SVE nach all´ den Jahren noch Kontakt zur Eintracht?
Wigger Ja - und das sogar übers Pádel. Da es sehr schnell und einfach zu erlernen ist, haben wir immer mal wieder Aktive aus anderen Sportarten bei uns auf dem Platz - auch von der Eintracht und den Miezen. Ansonsten verfolge ich die Geschehnisse im Trierer Sport und speziell bei der Eintracht. Die goldenen Zeiten im regionalen Sport scheinen leider vorbei zu sein. Ohne die entsprechenden finanziellen Mittel zu haben, wird es im Sport immer schwieriger, im Konzert der Großen mitzumischen. Trotzdem drücke ich die Daumen, dass die Eintracht möglichst schnell den Wiederaufstieg in die Regionalliga schafft. Und vielleicht packen es ja die Basketballer und/oder die Miezen noch mal in die erste Liga. Interview: Andreas Arens
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