sport/handball

Sieg und Niederlage in 24-Stunden-Doppelschicht

Handball-Rheinlandliga Männer: HSG Ruwertal verliert Heim-Nimbus, ist aber auswärts erfolgreich. Schweich gewinnt in der Fremde.

21.03.2017
Roman Schleimer
HSG Mertesdorf/Ruwertal - TS Bendorf 22:24 (9:11)
Der Heim-Nimbus der Ruwertaler ist gebrochen: Das Team von Trainer Paddy Wagner verlor erstmals seit dreieinhalb Jahren ein Spiel in der Ruwertal-Halle - und das ausgerechnet gegen den Konkurrenten aus Bendorf. "Wir haben leider nichts aus dem Hinspiel und der Pokal-Endrunde gelernt. Wir hatten in keiner Phase Zugriff auf das Spiel und haben aus der Nahwurfzone, vom Kreis und von außen beste Chancen vergeben", klagte der HSG-Trainer.
Nach der Pause kämpfte sich die HSG auf ein Tor heran, doch der Ausgleich wollte nie gelingen. Beim 20:22 und 21:23 waren die Ruwertaler wieder dran, Bendorf ließ sich jedoch den verdienten Sieg nicht mehr nehmen. "Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß, doch jetzt müssen wir die Moral hochhalten und wollen auf jeden Fall den dritten Tabellenplatz verteidigen", gab sich Wagner kämpferisch.
HSG: T. Frisch und Roth - Backendorf, C. Schröder (5), A. Schröder (8), Kuhfeld (7/2), Straub, Zock Simon, Malmedy (2)
HSG Bad Ems/Bannberscheid - HSG Mertesdorf/Ruwertal 30:32 (15:14)
Einen Tag nach der Niederlage gegen Bendorf entführte die Ruwertal-HSG mit einer Rumpfmannschaft beide Punkte aus Bad Ems. Das Team von Trainer Paddy Wagner setzte sich dank einer starken zweiten Hälfte verdient durch. Die Startphase verlief ausgeglichen, danach schienen die Ruwertaler dem Spiel des Vortags Tribut zollen zu müssen. Bad Ems führte nach 17 Minuten mit 10:6. Wagner reagierte und stellte auf zwei Kreisläufer um. Mit vier Treffern in Folge war die HSG aus dem Ruwertal zur Pause wieder im Spiel. "Daneben hielt unser Keeper Thomas Frisch überragend", lobte der HSG-Trainer. Nach dem Wechsel verteidigten die Gastgeber ihren Vorsprung zunächst bis zum 18:15, dann gelangen den Gästen vier Treffer in Folge. "Der Treffer von Alex Kuhfeld zum 31:27 entschied die Begegnung endgültig. Chrissie Schröder zeigte ein bärenstarkes Spiel - und die Mannschaft insgesamt eine tolle Moral", lobte Wagner.
HSG: Meyer und T. Frisch - Arnold, C. Schröder (8/1), A. Schröder (7), Kuhfeld (9/2), Straub (1), Backendorf (2), Zock (5)
TuS Weibern - HSC Schweich 18:22 (8:10)
Es wurde das erwartet harte Stück Arbeit für den HSC Schweich, der zwar wieder mit mehr personellen Alternativen auflaufen konnte, dafür aber auf einen aufopferungsvoll kämpfenden Tabellenletzten traf. Auf Schweicher Seite fehlten die Langzeitverletzten Johannes Schmitz und Carsten Rohr, dafür machte sich das Mitwirken von Julian Mangold nach überstandener Krankheit im Rückraum positiv bemerkbar.
Über die gesamte Spielzeit hielt Weibern dagegen, der TuS wollte unbedingt die ersten Punkte der Saison einfahren.
Die Entscheidung fiel kurz nach der Pause, als sich die Gäste vom 11:10 mit fünf Treffern in Folge auf 16:10 in der 42. Minute absetzten. Weibern nahm die Auszeit, kam aber nicht mehr näher als auf vier Tore heran. "Wir taten uns über die gesamte Spielzeit hinweg schwer. Letztlich haben wir in der letzten Viertelstunde das Ergebnis verwaltet. Nach den zuletzt schlechten Spielen meiner Mannschaft war heute auch nicht mehr zu erwarten", gab Rosch zu.
HSC: Schmidt und Fuchs - Müller, T. Karrenbauer (1), Stein, Mangold (7/2), Bürger (1), Herz (1), Kammann (3), Nerling (3), Rosch (2), D. Rohr (3), P. Karrenbauer (1)

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