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Ich will auch nicht spielen ...

Treffen mit Freunden sind eine schöne Sache. In netter Runde kam jüngst die Rede auf Tiere, insbesondere auf Hunde. Das ist für Läufer nicht ganz emotionsloses Thema, wie Laufkolumnist Rainer Neubert aus eigener Erfahrung weiß. Dossier zum Thema: Kolumnen

24.08.2017
Rainer Neubert
„Hunde sind doch die besseren Menschen“, meinte ein Freund in gemütlicher Runde mit verschmitztem Lächeln. Als bekennender Katzenfreund konnte ich das nicht unkommentiert lassen. Aber auch als Läufer lagen einige Gegenargumente auf der Hand. Bevor nun aber Hundebesitzer bei nächster Gelegenheit ihre Tiere auf mich hetzen, sei klargestellt: Ich mag Hunde, wenn sie gut erzogen sind. 

In meinem Laufrevier ist das so, meistens jedenfalls. Und bei einigen Begegnungen mit meist kleinen Wadenbeißern habe ich Verhaltensregeln gelernt. Vor allem ist es wichtig, schon in einiger Entfernung darauf zu achten, wie sich das Tier verhält. Enorm beißhemmend ist zudem genügend Abstand beim Passieren.

Manchmal gelingt es sogar, in kritischen Situationen locker zu bleiben. So ließ sich vor einigen Tagen auf einem schmalen Pfad die Begegnung mit einem unruhigen Hund nicht vermeiden, der von seinem Herrchen an kurzer Leine geführt wurde. „Achtung, Läufer, das kann kritisch werden“, warnte der, wie es schien, sein Tier. „Keine Sorge, ich beiße nicht. Ich will auch nicht spielen.“ Nicht immer gelingt so ein lockerer Spruch im Vorbeilaufen. Ein herrlicher Spaß. Ob auch für Herrchen? Ich weiß es nicht.