Mehr als 13 Wochen hat sich TV-Laufkolumnist Rainer Neubert auf den Hamburg-Marathon vorbereitet. Das konsequente und koordinierte Training nach Plan war für ihn ein Experiment. Ziel: eine neue persönliche Bestzeit.
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Trophäe für Finisher: Die Medaille des hamburg-Marathons 2012
Foto: Rainer Neubert
Kann ein mehrwöchiges diszipliniertes Training zu neuen Bestleistungen führen? Diese Frage kann ich nach Beendigung des Experiments Hamburg-Marathon nun eindeutig beantworten: Ja! Das funktioniert, auch für bisherige Gelegenheits- und Hobbysportler im fortgeschrittenen Alter.
Endlich darf ich mich einmal damit brüsten, wovon ich schon als Jugendlicher vergeblich geträumt hatte: Ich war der beste Teilnehmer aus der Region. Na gut, eine Frau von hier war noch elf Minuten schneller. Aber da Anja Lamberty inzwischen aus der Eifel nach Köln gezogen ist, zählt das nicht wirklich.
Für meine 3:08:52 Stunden – dieses Zahlen stehen seit Sonntag für die Ewigkeit eingraviert auf meiner Medaille – habe ich gelitten, nicht nur auf den letzten sieben der 42,195 Kilometer.
Es begann vor 13 Wochen, als mir mein Laufcoach den ersten Trainingsplan geschrieben hat: Intervall- und Tempodauerläufe zu früher Morgenstunde bei -15 Grad. Danach wurde es morgens zwar heller und etwas wärmer, die wöchentlichen Trainingseinheiten allerdings auch intensiver und ergänzt durch allerlei Übungen zur Verbesserung von Muskelkraft, Lauftechnik und Koordination, oft im Regen. Noch vor einer Woche hatte mein schmerzender Körper signalisiert, dass es reicht. Am Sonntag liefen die Beine dann aber fast wie von selbst das immer wieder erprobte Tempo – bis ins Ziel. Tschakka!
Und jetzt? Ich starte ein neues Experiment: Wie bekämpfe ich Muskelkater am effektivsten?
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