Haben Sie das gehört? In Trier ist eine Frau von einem Baum erschlagen worden. Über kein Thema ist in den vergangenen Tagen so häufig gesprochen worden.
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Und vielleicht geht es nicht nur mir so, dass der Blick bei der Laufrunde länger als sonst prüfend verweilt, wenn ein mächtiger Baum die Strecke säumt. Ist der noch standfest? Die Erkenntnisse des Waldschadensberichts, der gestern in Mainz präsentiert wurde, erhöhen nicht unbedingt das subjektive Sicherheitsempfinden: 70 Prozent aller Bäume sind krank - Klimastress. Wäre es angesichts dessen nicht eine Überlegung wert, in Zukunft auch beim Joggen durch den Wald die Laufmütze durch einen Sturzhelm zu tauschen? Nein! Ich denke nicht! Zur falschen Zeit am falschen Ort. Der tödliche Unfall in Trier war tragisch. In Panik zu verfallen, wäre aber falsch. Ich liebe Bäume, in der Stadt, auf der Flur und im Wald. Die absolute Sicherheit gibt es nirgendwo. Und deshalb werde ich weiter laufen, mit offenen Augen und in der Hoffnung, dass die Stadtverwaltung und das Grünflächenamt bei ihrer Linie bleiben und jedem Baumfällaktionismus eine Absage erteilen. Nur wenn es stürmt, dann werde ich ab sofort vielleicht etwas vorsichtiger sein. Damit der Klimastress der Bäume nicht zum Stressfaktor für meine Gesundheit wird. laufen@volksfreund.de
Der Baum stürzte um und verletzte eine Frau tödlich. Foto: Thomas Frey/Archiv
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