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Motorsport: Vierfache Vorfreude auf die Nacht der langen Messer

Regionale Fahrer bei historischer Rallye Monte Carlo

(Monte Carlo/Wittlich) Die "Alten" sind wieder los: Eine Woche nach dem WM-Lauf machen sich am Freitag die Teilnehmer der Rallye Monte Carlo für historische Fahrzeuge auf die Piste. Mit dabei vier Teilnehmer aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich.

26.01.2017
Monte Carlo/Wittlich. Die einen starten in Bad Homburg, die anderen in Reims - und alle haben ein Ziel: das mondäne Monte Carlo, die Rallye, die Nacht der langen Messer, den Col de Turini. Vier Teilnehmer aus der Region gehen in diesem Jahr wieder bei der Rallye Monte Carlo für historische Fahrzeuge an den Start, wie gewohnt alle gemeinsam für das deutsche HRRT-Team.
Da ist zum einen der KFZ-Meister Frank Richter aus Kröv in seinem Wartburg 353 aus Baujahr 1970 mit 60 PS. Über viele Jahre war er zusammen mit seinem Vater Gerd angetreten, der in den 1960er Jahren DDR-Rallye-Meister war. Doch mit der historischen Monte des Jahres 2016 hatte der mittlerweile über 80-Jährige seine Rallye-Karriere beendet - was aber nicht heißt, dass er in Monte Carlo nicht dabei ist, denn er übernimmt die Rolle des Servicemanns für seinen Sohn. Dessen neuer Beifahrer kommt aus Wittlich: Druckereibesitzer Walter Knopp (57).
Seine elfte Teilnahme hat Günther Meierer (62). Der Winzermeister aus Osann-Monzel ist erneut als Copilot des Salzburgers Karl Pierer am Start, in diesem Jahr in einem echten Schmuckstück, einem Volvo 122S, Baujahr 1965 - der also bereits über 50 Jahre auf dem Buckel hat. Vierter regionaler Starter ist Versicherungskaufmann Axel Weinand (57) aus Platten, der zum achten Mal bei der "Monte" mitfährt, wieder als Copilot von Karl Piehl (Fulda), ihr Fahrzeug ist wie im Vorjahr ein Kadett GTE Baujahr 1978 mit 110 PS. Ihr Servicemann ist Jörg Oppenhäuser aus Veldenz (Kreis Bernkastel-Wittlich).
Alle drei Teams haben sich unter anderem bei Rallyes in Polen und San Remo auf die historische Monte vorbereitet - und hatten teilweise Glück, dass sie an den Start gehen dürfen. "Es gab über 400 Bewerber, aber nur 330 Startplätze", berichtet Weinand.
Im Gegensatz zum WM-Lauf geht es nicht um die Gesamtzeit, sondern um Gleichmäßigkeit. Wer die geringste Abweichung von der vorgegebenen Zeit hat, gewinnt. Erstmals dürfen die Teilnehmer Laptops als Hilfsmittel verwenden, bislang waren nur mechanische Taktgeber erlaubt.
"Wir wollen die Teamwertung erneut gewinnen", spricht Weinand auch für seine Mitstreiter, "aber insgesamt haben 39 Teams gemeldet, das wird also alles andere als einfach." Wie Meierer startet er die Sternfahrt morgen in Bad Homburg, 1240 Kilometer liegen dann vor beiden, bevor die erste Wertungsprüfung (WP) gefahren wird. Insgesamt stehen dann 360 WP-Kilometer auf dem Programm. Etwas weniger Vorlauf haben Richter/Knopp, die in Reims ihr "Abenteuer Monte" beginnen.BP

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