Weil die beiden Brustschwimmer über 100 Meter die Olympia-Norm verpassten und auch nicht an Feldwehrs Zeit aus dem März herankamen, könnte der Essener noch für die Sommerspiele nominiert werden. Der 25-Jährige hatte die deutsche Olympia-Qualifikationszeit von 1:00,44 Minuten im Frühjahr in London nur um vier Hundertstelsekunden verfehlt. Er fehlt in Ungarn wegen einer Adduktorenverletzung.
«Wir werden und dazu Gedanken machen, da auch einen Vorschlag zu entwickeln, uns eine Einzelfallprüfung anzugucken», sagte Leistungssportdirektor Lutz Buschkow in Ungarn. Da Koch und vom Lehn, beide über 200 Meter Brust für Olympia qualifiziert, nicht an die Zeit herangekommen seien, müsse man nun überlegen. Denn ein guter 100-Meter-Mann ist besonders für die Lagen-Staffel wichtig.
«Wir müssen schauen, dass wir da eine leistungsstarke Männerstaffel zusammenkriegen», betonte Buschkow. Bei der WM in Shanghai war Feldwehr zusammen mit Helge Meeuw, Benjamin Starke und Paul Biedermann zu Bronze geschwommen.
Feldwehr geht es nach einer Muskelverletzung besser. Aber solche Verletzungen bräuchten Zeit, betonte Buschkow. Ein Start in Debrecen wäre zu risikoreich gewesen. «Es macht keinen Sinn, das Gewebe ist noch nicht komplett vernarbt», hatte Feldwehrs Heimtrainer Henning Lambertz berichtet.
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