Nach der unglücklichen Schlappe in einem lange hart umkämpften Spiel in Sofia stehen die Chancen der Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) auf den Einzug ins Halbfinale schlecht. Am Donnerstagabend müsste in der drei Mannschaften umfassenden Gruppe schon ein Sieg gegen Olympiasieger USA gelingen. Die deutschen Schmetterkünstler haben sich erstmals für die Endrunde im Wettbewerb der weltbesten Nationalteams qualifiziert.
«Der sechste Platz wäre normal, aber wir werden mal sehen, was möglich ist», hatte Bundestrainer Heynen vor der Endrunde gesagt. Gegen die Bulgaren war auch ein Sieg drin, aber nur im engen ersten Satz bewiesen die deutschen Spieler gegen das vom Publikum lautstark unterstützte Gastgeber-Team die notwendige Nervenstärke - besonders Max Günthör. Zwei Matchbälle konnte die DVV-Auswahl abwehren. Einmal war der 2,07 Meter große Günthör mit einem Block erfolgreich, dann gelang ihm auch noch beim Aufschlag das entscheidende Ass zum 28:26.
Im zweiten Durchgang geriet die deutsche Mannschaft rasch mit fünf Punkten in Rückstand, schlug schlecht auf und kam nicht mehr heran. Ein Netzroller sorgte für den 1:1-Ausgleich nach Sätzen. Dieser Rückschlag beeindruckte das DVV-Team jedoch nicht. Mit gutem Blockspiel und einem häufig punktenden Angreifer Georg Großer zog man im dritten Satz auf 12:7 davon. Doch dann kam der Bruch: Der Vorsprung schmolz dahin - und bei ihrem fünften Satzball konnten die Gastgeber einen erfolgreichen Block zum 29:27-Satzgewinn bejubeln. Danach war das deutsche Team nicht mehr zu einem Kraftakt und einer Wende fähig. Die Bulgaren dominierten jetzt und verwandelten nach zwei Stunden Spielzeit ihren zweiten Matchball zum 25:19.
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