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aus unserem Archiv vom 22. August 2011
Autor: Holger TeuschOrt: NürburgringKommentare: Kommentare zeigenDrucken  E-Mail

600 Kilometer Grüne Hölle

24 Stunden lang durch die Grüne Hölle der Nürburgring-Nordschleife: Am Wochenende sind mehrere Tausend Radfahrer aus ganz Europa bei "Rad am Ring" Hunderte Kilometer über die berühmteste Rennstrecke der Welt gefahren.

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Nürburgring. Ronald Sönnichsen war gestern Vormittag noch etwas müde. Doch sonst ging es dem 48-Jährigen aus Mülheim an der Mosel einen Tag nach dem 24-Stunden-Radrennen über den Nürburgring gut. Kein Muskelkater, keine Sitzprobleme nach einem Tag und einer Nacht im Fahrradsattel. "Ich hätte in dem Tempo noch weiterfahren können", erzählt er. Was dem besten Einzelstarter der Region bei dem Extremrennen fehlte, war nicht Ausdauer, sondern die Kraft, die mit der gleichen Rundenanzahl (jeweils 23) vor ihm liegenden Joerg Fritsche (Hamburg) und Rainer Forster (Siegburg) von den Plätzen vier und fünf zu verdrängen. "Vielleicht esse ich zu viel Süßes", sucht Sönnichsen Gründe für die fehlende Spritzigkeit. Sieger der Einzelfahrerwertung wurde Markus Rieber aus Leingarten bei Heilbronn mit 27 Runden.
Während sich Sönnichsen als Einzelstarter keine Gedanken um den Wechselmodus machen musste und konnte, war die Aufteilung der Fahrer bei den ebenfalls zugelassenen Zweier-, Vierer- oder Achterteams ein großes Thema. "Wir sind nachts jeweils immer zwei Stunden gefahren. Dann haben die anderen mehr Zeit und können schon mal so drei, vier Stunden schlafen", erzählte Michael Ebert aus Erlenbach am Main. Wer um den Sieg mitkämpfen wollte, der durfte sich diesen Luxus nicht leisten. Denn eine der 25 Kilometer langen Runden über die legendäre Nordschleife hat es mit mehr als 400 Höhenmetern in sich. Selbst die Fahrer der Siegermannschaft "Qoroz" aus Großbritannien (31 Runden) benötigten nachts annähernd eine Stunde.
Eine besondere Herausforderung war die Fahrt durch die Dunkelheit für die Mountainbike-Fahrer auf ihrer speziellen Sieben-Kilometer-Schleife um die Nürburg. "Wenn man nicht so geübt ist, ist die Mountainbike-Strecke schon hardcore. Sehr schwierig und auch unfallträchtig", sagte Fritz Szameita aus Düsseldorf. Das Acht-Mann-Team "Focus Bad Salzdetfurth" schaffte mit 74 die meisten Runden. Dahinter belegte das Team Saarland Youngstars mit dem Bollendorfer Dominik Stösser mit 70 Runden den zweiten Platz.
Bei den Runden-Rennen siegte über 25 Kilometer Timo Igelmund vom RSC Schneifel. Über 150 Kilometer belegte Bettina Dietzen aus Ulmen hinter der ehemaligen Bundesliga-Fahrerin Beate Zanner (Gera) den zweiten Platz.




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