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Bundestrainer Heinig in Trier: Deutsche können vorne mitlaufen

(Trier) Die Grande Dame des deutschen Marathonlaufs und ihr Mann sind schon eine Institution beim Bitburger-Silvesterlauf in Trier: Die dreimalige London-Marathon-Gewinnerin Kathrin Dörre und Lauf-Bundestrainer Wolfgang Heinig.
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Trier. Klar, Wolfgang Heinig hatte an Silvester auch seine Frau im Blick. Doch mehr als der W50-Altersklassensieg der Marathon-Olympia-Dritten von Seoul interessierte den seit einigen Monaten amtierenden neuen Bundestrainer für den Ausdauerlauf das Abschneiden der jungen deutschen Läuferinnen. Und was Heinig sah, Corinna Harrers Sieg vor Sabrina Mockenhaupt und Anna Hahner, gefiel dem 61-Jährigen.
Der in der ehemaligen DDR aufgewachsene Trainer sieht Potenzial. "Wenn ich keine Chance sehen würde, dass wir nicht auch international erfolgreich sein könnten, hätte ich damit nicht angefangen", sagt Heinig zu seinem Engagement als Bundestrainer. Von 1990 bis 2004 war er bereits Langstrecken- und Marathon-Bundestrainer.
Für Heinig haben die Olympischen Spiele in London gezeigt, dass die Afrikanerinnen besiegbar sind. Er traut den jungen Deutschen im Olympiazyklus bis Rio 2016 einiges zu. Konkret wird er aber nicht. Doch wer ihn kenne, wisse, dass er Wettkämpfe nie unter dem "touristischen Aspekt" sehe, sagt er.
Auch die deutschen Männer sollen im Marathonlauf wieder international mitmischen. Sören Kah von der LG Lahn-Aar-Esterau, der in Trier wegen Knieproblemen zwar nur zuschaute, hat die WM-Norm von 2:14 Stunden bereits erfüllt. Straßenläufe wie der Silvesterlauf in Trier haben für Heinig ihren Sinn.
Dass es für den Nachwuchs seit sechs Jahren keine nationalen Titelkämpfe in dieser Disziplin mehr gibt, sieht er als Fehlentwicklung. Dies wolle er rückgängig machen, sagt der Diplom-Sportlehrer: "Wir arbeiten an einem Veranstaltungskonzept. Ich hoffe, 2014 wird es wieder deutsche Jugendmeisterschaften im Straßenlauf geben. teu


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