Europameister Jochen Hahn (Altensteig) hat seinen knappen Vorsprung in der Truck-Racing-EM auf dem Nürburgring verteidigt. Der 38-Jährige dominierte gemeinsam mit den Tschechen Adam Lacko, David Vrsecky und Vize-Europameister Antonio Albacete (Spanien) die PS-Party.
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Nürburgring. Eine Mischung aus Jonny-Cash-Romantik, Country-Feeling und gigantischer Branchenshow als Fenster der führenden Hersteller der Nutzfahrzeug-Branche: Das ist der Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring seit Jahren, zu dem dieses Mal laut ADAC-Angaben 180 000 Zuschauer kamen. Elf Läufe umfasst die Serie der Fia Truck-Europameisterschaft. Zwischen den Rennen von Istanbul (Saisoneröffnung) bis zum englischen Donington (Finale) kämpfen 25 Piloten in bis zu 1150 PS starken und 160 Kilometer pro Stunde schnellen Führerhäusern um den Titel des Europameisters. Aber auch darum, die Qualität und Standhaftigkeit ihrer Produkte aus den Häusern MAN, Scania, Freightliner, Renault, Iveco oder Mercedes-Benz auf der Rennpiste zu demonstrieren.
Die Veranstaltung in der Eifel ist für alle Beteiligten Saison-Höhepunkt. Der Nürburgring bietet die beste Logistik für die Branche mit ihrer riesigen Industriemesse. Das Gleiche gilt aber auch für die Top-Piloten und die Besucher, die auf Campingplätzen, bei Country-Konzerten und in proppevollen Fahrerlagern ihrer Leidenschaft frönen.
Wasserfontänen und Dauerregen
Trotz des größtenteils verregneten Wetters platze der Ring am Wochenende wie gewohnt aus allen Nähten. Die Rennen in der Truck-Racing-Championship und im ADAC-Mittelrhein-Cup mit Startern aus der Region verliefen am Samstag im prasselnden Regen mit Gischt, Wasserfontänen, Überholmanövern und Rennabbrüchen spektakulär. Wegen eines Unwetters fiel der optische Höhepunkt, der Korso auf der GP-Strecke, ins Wasser. Während am Samstag der Tscheche Adam Lacko im Renault-Truck vor Albacete und Hahn in einem umkämpften Rennen die Oberhand behielt, setzte sich der EM-Führende am Sonntag vor dem Tschechen David Vrsecky (Freightliner) und dem Iberer Albacete durch.
Im Feld der harten Jungs auf den fliegenden Führerhäusern war Ex-DTM-Pilotin Ellen Lohr im Mercedes-Benz "Henne im Korb". "Wir sind das einzige Privatteam. Neben den reinen Werksteams sind alle anderen Teams zumindest mit Werksmotoren ausgestattet. Die Stimmung rund um den Nürburgring ist einzigartig und mit keiner anderen Rennveranstaltung vergleichbar", sagte die in Monaco lebende Mönchengladbacherin dem TV.
Neben der Truck-Szene waren die ADAC Formel Masters und die Läufe zur ADAC GT Masters zweiter Höhepunkt des Wochenendes. Das erste GT-Masters-Rennen am Samstag gewannen René Rast und Christian Mamerow im Audi R8. Am Sonntag fuhren im "Duell der Traumsportwagen" BMW Alpina, Mercedes-Benz SLS, Audi R8, Lamborghini und Ferrari Maxime Martin (F) und Dino Lunardi (I) im BMW Alpina B6 GT3 ihren zweiten Saisonsieg ein.
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