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aus unserem Archiv vom 27. September 2012
Autor: Willi Rausch Kommentare: Kommentare zeigen Ort: Trier Drucken  E-Mail

Jung, talentiert und ein bisschen wild

Kürzer kann eine Vorbereitung auf eine komplette Saison kaum sein: Wegen der Paralympics blieben den Dolphins Trier gerade einmal zwei Wochen Zeit, die Mannschaft für die Saison 2012/13 fit zu machen.

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Trier. "Natürlich hätten wir uns mehr Zeit gewünscht", gibt Spielertrainer Dirk Passiwan zu, "erst recht, weil wir mit einer fast komplett neu formierten Mannschaft an den Start gehen." Als Säule des Teams blieb der frischgebackene Goldmedaillengewinner Chad Jassman erhalten, "Janet McLachlan und Tara Feser hätte ich gerne weiter in Trier behalten", sagt Passiwan, "aber das ließ sich leider nicht realisieren."
Jetzt wurde aus der Filiale von "Team Canada" eine internationale Auswahl, die sich als Team erst einmal finden muss. Für Passiwan dennoch eine reizvolle Aufgabe: "Das Team ist jung, ist talentiert, manchmal auch noch ein bisschen wild, aber sicher die schnellste Mannschaft, die wir je aufs Feld gebracht haben." Sieben Akteure sind unter 30 Jahre alt, das hat im Rollstuhlbasketball Seltenheitswert. "Ich muss manchmal ganz schön Gas geben, um hinterherzukommen", sagt Passiwan. "Wir werden auch ein Augenmerk darauf haben müssen, nicht zu überdrehen."
Zwei Briten (Hugh Anderson, Tyler Saunders), ein US-Boy (Brad Baugh), ein Kanadier (Chad Jassman), ein Australier (Kim Robins), ein Brasilianer (Joao Paolo do Nascimento) und die verbliebenen Dirk Passiwan, Dirk Herrmann, Dirk Schmitz und Florian Ewertz bilden das Team.
Mit dem Auswärtsspiel beim HSV Hamburg (Sonntag, 12 Uhr, Sporthalle Wandsbek) und dem dann folgenden ersten Heimspiel gegen die Köln 99ers (Mittwoch, 18.30 Uhr, Wolfsberghalle) werden bereits die Weichen gestellt. "In Hamburg müssen wir unbedingt unsere körperlichen Vorteile ausspielen", fordert Passiwan. Das Team der Norddeutschen, das von Damen-Bundestrainer Holger Glinicki trainiert wird, besteht zur Hälfte aus Frauen. "Diesen Vorteil müssen wir nutzen", sagt Passiwan, der es für möglich hält, dass sein neues Team, "wenn alle ihr Talent ausschöpfen und wir als Mannschaft schnell zusammenwachsen, eine Rolle bei der Vergabe der Play-off-Plätze spielen kann". Dazu müssen zunächst die Schlüsselspieler in Topform sein. Das sind neben Passiwan selbst und Jassmann vor allem Kim Robins, der die Paralympics nur knapp verpasst hat, Tyler Saunders, "ein Wühler unter dem Korb, der uns in der Verteidigung sehr helfen wird", Brad Baugh, "der ein exzellenter Werfer ist", und Hugh Anderson, "der uns ein gutes Stück nach vorne bringen wird".




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