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Sie fahren hellwach in die Nacht der langen Messer

Fünf Rallyefahrer oder Co-Piloten aus der Region starten bei der Rallye Monte Carlo für historische Fahrzeuge

(Monte Carlo) Mit über 50 Jahre alten Fahrzeugen brettern sie über Stock und Stein: Auch fünf Rallye-Enthusiasten aus der Region sind unter den 300 Teams, die bei der Rallye Monte Carlo für historische Fahrzeuge starten.

26.01.2016
Monte Carlo. Sie sind heiß auf die Nacht der langen Messer und machen sich wieder auf die Spuren von Weltmeister Sébastien Ogier, der am Sonntag die "große" Version zum dritten Mal in Serie gewann: Die Rede ist von den fünf Piloten und Co-Piloten aus der Region, die sich ab Freitag ins Abenteuer Rallye Monte Carlo für historische Fahrzeuge stürzen. Bis Samstag müssen die drei Teams aus der Region in Monaco sein, dann warten fast 1500 Wertungs-Kilometer auf die über 300 Teams.
Aus regionaler Sicht sind die gleichen Fahrer am Start wie in den vergangenen Jahren - schließlich ist Routine alles, nicht nur wegen der alten Fahrzeuge. Vater Gerhard (81) und Sohn Frank Richter aus Kröv beziehungsweise Enkirch an der Mosel sind wieder mit ihrem Wartburg 353 (Baujahr 1970) unterwegs bei der Mutter aller Rallyes. Günter Meierer aus Osann-Monzel und sein österreichischer Fahrer Gert Pierer starten mit einem Volvo Amazon 122 S, nachdem sie im Vorjahr mit ihrem Porsche nicht zufrieden waren. Der "alte Schwede" hat Baujahr 1965. Axel Weinand aus Platten (alle Kreis Bernkastel-Wittlich) ist erneut der Beifahrer von Karl Piehl aus Hosenfeld (nähe Fulda), beide pilotieren einen Opel Kadett aus dem Jahr 1976.
Alle Duos starten unter dem Dach des HRRT-Teams. Und alle werden von einem Fernsehteam begleitet, das eine Dokumentation über die regionalen Starter dreht. Der große Star ist der Ex-Weltmeister David Elena, der vor einigen Wochen noch bei der Rallye Dakar mit Sébastien Loeb auftrumpfte. Bei der Rallye für historische Fahrzeuge gehen dreimal so viele Teilnehmer wie beim "richtigen" WM-Lauf auf die Strecke, obwohl das Startgeld mit 5000 Euro nicht von Pappe ist.
Am Start sind Autos, die Rallyegeschichte geschrieben haben: Porsche 911, Renault Alpine, Lancia Fulvia, Ford Escort, BMW 2002, Mini und VW Käfer. Sieger der Rallye ist nicht der Schnellste, sondern der, der die vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit am besten einhält. Die letzte Etappe, die berühmte "Nacht der langen Messer", wird am Dienstagabend gestartet. BP

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