sport/sportmix

Tempo, Dynamik und explosive Beinarbeit

TV-Serie Kampfkunst: Taekwondo ist ein beliebter Wettkampfsport und steht auch für effektive Selbstverteidigung

(Trier) Die Welt der Kampfkunst ist groß, vielfältig und weit weg von Schlägereien in zweitklassigen Actionfilmen. Tausende trainieren in der Region mit unterschiedlichen Motiven: Fitness, Selbstverteidigung, Herausforderung. In der Serie "Kampfkunst" stellt der TV ausgewählte Schulen, Vereine und Disziplinen vor. Heute: Taekwondo aus Korea. Dossier zum Thema: kampfkunst

03.03.2015
Melanie Rode
Trier. Taekwondo - das ist Tempo, Dynamik, explosive und geradezu artistische Beinarbeit. Eine Vielzahl von Fußtechniken in Form von Tritten und Sprüngen dominiert den koreanischen Kampfsport. Ob als Selbstverteidigung oder als Wettkampfsport: Die Lehre des Taekwondo stärkt nicht nur die physische, sondern auch die psychische Ausdauer.
20 Uhr in der Max-Planck-Gymnasium-Sporthalle in Trier. Die Sportler bleiben an der Tür zur Halle stehen und verbeugen sich, bevor sie den Raum betreten. Danach stellen sie sich in Reihen vor dem Trainer auf und begrüßen ihn mit einer weiteren Verbeugung.

TV-Serie Kampfkunst


Torsten Berweiler, Mitglied des Trainerteams der Abteilung Taekwondo des PST Trier, erklärt den Hintergrund: "Respekt ist im Kampfsport sehr wichtig. Die Verbeugung beim Betreten der Halle und auch zur Begrüßung signalisiert Respekt vor dem Sport und den Trainingspartnern. Außerdem kann man so den Ärger des Alltages vor der Tür lassen und abschalten."
Das Training beginnt, und schon in der Aufwärmphase ist Fitness Voraussetzung. Nach dem Aufwärmen geht es weiter zum Dehnen. Beweglichkeit ist ein grundlegendes Standbein des Taekwondo. Sabrina Pütz, ein Mitglied des Trainerteams, sitzt einige Minuten lang mühelos im Spagat. "Nur mit einer guten Dehnung kann man hohe Tritte und Sprünge ausführen", erklären Pütz und Berweiler.
Im Vordergrund des Taekwondotrainings steht außerdem das Gemeinschaftsgefühl. Die Sportler interagieren ständig miteinander und trainieren entweder als Gruppe oder paarweise. Berweiler betont, dass die individuelle Förderung jedes Einzelnen von Bedeutung sei. Es sei wichtig, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem Breiten- und dem Leistungssport beizubehalten. Beim anschließenden Pratzentraining wird paarweise trainiert: Im Wechsel hält einer das Schlagpolster und der andere tritt oder schlägt dagegen. Dabei bekommt der Sportler ein besseres Distanzgefühl und kann Schnelligkeit und Schlagkraft trainieren.

Dreimal Gold


Taekwondo ist ein moderner Wettkampfsport und unterteilt sich in mehrere Disziplinen. Zu diesen gehören unter anderem der Vollkontakt-Wettkampf, das Formenlaufen und die Selbstverteidigung. Die Taekwondoabteilung des PST Trier nimmt regelmäßig an Wettkämpfen, Gürtelprüfungen und Lehrgängen teil. Erst kürzlich konnten sie einen großen Erfolg feiern: "Bei den Nachwuchsmeisterschaften in Wuppertal haben sechs Sportler aus Trier dreimal Gold und dreimal Silber geholt", berichtet Berweiler.
Taekwondo ist eine vielseitige Kampfsportart und stärkt nach langjährigem Training nicht nur den Körper, sondern auch den Geist: "Taekwondo trägt auch zur Charakterschulung bei, wie zum Beispiel die Stärkung des Selbstwertgefühls, des Selbstvertrauens und der Disziplin", sagt Berweiler.
Extra
Taekwondo ist eine koreanische Kampfsportart. Tae bedeutet Fuß, Kwon steht für Faust. Die Endsilbe Do bedeutet Weg oder Lehre, sie steht für die körperliche und geistige Entwicklung. In Korea ist Taekwondo ein Volkssport und wird vor allem als Charakterschulung verstanden, aus der die Selbstverteidigung und Körperbeherrschung resultieren. Taekwondo ist seit 2000, neben fünf anderen Kampfsportarten, eine vollwertige olympische Disziplin. mel Taekwondo gehört ebenso wie Karate, Judo und Kickboxen zu den stark vertretenen Kampfsportarten. Die Taekwondo-Union Rheinland-Pfalz (TURP) listet auf ihrer Homepage unter www.turp.de die zahlreichen Vereine sowie ihre Kontaktdaten, Adressen und Trainingszeiten auf. jp

 

Empfehlungen

Kommentare