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aus unserem Archiv vom 28. Juni 2012
Autor: Andreas Feichtner Kommentare: Kommentare zeigen Ort: Trier Drucken  E-Mail

Willkommen im Käfig

Padel? Wer da an Druckfehler denkt oder an Wassersport, der liegt falsch. In Spanien ist der Sport, der an Tennis und Squash erinnert, ungemein populär. Ab Samstag ist Padel auch in Rheinland-Pfalz zu Hause - auf der Anlage des TC Trier.

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Trier. Sein derzeitiger (Kurzzeit-)Arbeitsplatz liegt nur einen Ballwurf entfernt vom alten: Lange Zeit war Ralf Wigger bei Eintracht Trier im Einsatz. Als Stadionsprecher, später auch als Pressesprecher in seliger Zweitliga-Zeit. Seit fünf Jahren lebt der 39-Jährige in der Nähe von Barcelona. In dieser Woche findet man Wigger in Trier vor allem auf der Anlage des Tennis-Clubs hinterm Moselstadion - gegenüber von der Eintracht-Geschäftsstelle. Dort entstand in den vergangenen Tagen ein Padel-Platz, laut Ralf Wigger ist Trier damit erst die vierte Stadt in Deutschland, in der man Padel spielen kann. "Am Samstag weihen wir den Platz ein, mit einigen Spielen und mit einem spanischen Abend", sagt Wigger, der Teilhaber am Platz ist. Ebenfalls beteiligt ist der TC Trier.
Funsport? Trendsport? Exotensport? Mit derlei Kategorisierungen will man bei Padel gar nicht um sich werfen. In Spanien und zum Teil auch in Lateinamerika ist das tennisähnliche Spiel ungemein populär. Besonders exotisch ist es zudem nicht: Gezählt wird wie im Tennis, dafür darf man mit Hilfe der Wand über Bande spielen, also ähnlich wie im Squash. Damit einem die Bälle - die ähneln Tennisbällen, sind nur etwas kleiner - nicht allzu arg um die Ohren knallen, wird nur von unten aufgeschlagen. Gespielt wird zudem nur im Doppel.
Nur beim Schläger gibt\'s weder zum Tennis noch zum Squash allzu große Ähnlichkeit - der hat Löcher statt Saiten (siehe Foto).
"Padel ist schnell zu erlernen und macht viel Spaß", sagt Wigger, der auch erst in seiner neuen Heimat Katalonien zum Spiel fand. Bisher gebe es deutschlandweit erst drei Anlagen - am Chiemsee, in Frankfurt und in Cuxhaven. Für Samstag ist in Trier ein Schnuppertraining mit spanischen Profispielern angekündigt. Zudem soll es ein Einlagespiel zwischen spanischen und deutschen Könnern geben.
Interessierte sollen über den Tag verteilt die Gelegenheit bekommen, Padel einmal selbst auszuprobieren. Los geht es ab 10 Uhr.
Extra
Padel: Die Wurzeln des Sports liegen in Mexiko - 1969 wurde der Sport von Enrique Corcuera in Acapulco vorgestellt. Schnell ließen sich auch die Spanier begeistern. Vor allem durch Spanien-Urlauber gewann Padel zuletzt auch in Großbritannien einige Anhänger. In Deutschland ist Padel noch fast kein Thema. Zumindest in Trier kann sich das ändern. Padel wird auf Kunstrasen gespielt (20 x 10 Meter). Der Platz ist von Glas- und Gitterwänden umgeben. www.tennisclub-trier.de




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