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Zum 78. Mal die Erde umrundet

Sportlich und menschlich bedeutsam: Abschluss-Veranstaltung der 17. Fairplay-Tour und der Aktion Lebensläufe

(Trier) Aktuell wie nie zuvor sind die Ziele, die mit der Fairplay-Tour und der Aktion Lebensläufe verfolgt werden. Fast 100 000 Euro Spenden für Schulprojekte in Afrika sind dabei nur ein Aspekt, wie bei der Jahres-Abschlussveranstaltung in der Arena Trier deutlich wurde.

01.12.2015
Trier. Patrycja Muc brachte es auf den Punkt: "Die Fairplay-Tour setzt gerade in diesen Zeiten ein Zeichen", sagte die Moderatorin. Bei der einwöchigen Radtour im Juli zeigten rund 350 Jugendliche zum 17. Mal, was möglich ist, wenn man grenzenlos denkt - sportlich und menschlich.
Die Strecke, die seit 1998 geradelt wurde (3 149 301 Kilometer) entspricht laut Georg Bernarding, Vorsitzender der bei der Organisation federführenden Trie rer Sportakademie, 78 Erdumrundungen. Zudem sei es wichtig, dass die jungen Menschen lernten, vernünftig, fair und solidarisch miteinander umzugehen, sagte der Jünkerather Lehrer Herbert Ehlen, der mit Sportakademie-Geschäftsführer Klaus Klaeren die Organisation leitet. Die Jugendlichen müssen eine Woche lang bei täglich rund 100 Radfahr-Kilometern, bei Sonne und Regen, zueinanderstehen. Und auch beim Sammeln von Spenden. 25 105 Euro übergaben die Tour-Teilnehmer dem Präsidenten des Partnerschaftsvereins Rheinland-Pfalz/Ruanda, Richard Auernheimer. Sogar 71 476 Euro nahm Mathias Mogge von der Deutschen Welthungerhilfe (DWH) von den Schulen und Gruppen entgegen, die im Vorfeld der Fairplay-Tour sogenannte Lebensläufe organisiert hatten.
Investiert wird das Geld in Schulprojekte. In Ruanda eröffne sich mittlerweile die Möglichkeit, bis zu zwölf Jahre statt nur sechs Jahre die Schule zu besuchen, berichtete Richard Auernheimer. Bei der Fairplay-Tour fuhren einige junge Männer aus dem rheinland-pfälzischen Partnerland mit, die zurzeit in Kaiserslautern studieren. Das ist ein krasser Gegensatz zu dem, was Trier-Saarburgs Landrat Günther Schartz bei vielen Flüchtlingskindern derzeit erlebt: "Wir stellen fest, dass zu uns viele Kinder kommen, die noch nie zur Schule gegangen sind." Entwicklungshilfe sei deshalb nicht nur irgendetwas ganz weit weg in Afrika, sondern ein Thema, das Deutschland direkt betreffe. teu

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