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Krocket - die ganz nahe, entfernte Verwandte

(Trier) Die Sportart war der Ideengeber für Gateball. Dossier zum Thema: Spochtipedia

26.04.2017
Trier (AF) Das japanische Gateball hat sich bei der Sportart Krocket bedient. Aber auch die seit dem 19. Jahrhundert beliebte Präzisionssportart hatte eigene Vorbilder. Etwa Paille-Maille, englisch auch Pall Mall. Das Ballspiel war schon im 16. und 17. Jahrhundert bekannt, es wurde aber im Gegensatz zum auf Krocket (ein Rasensport) auf Hartplätzen gespielt. Der Name geht auf das italienische palla di maglio zurück, wörtlich: Holzhammer-Ball. Und auch Krocket und Gateball kann man noch als Ballspiel mit Holzhammer bezeichnen - auch wenn die Schläger inzwischen eher aus Materialien wie Carbon hergestellt werden. Auch beim Krocket geht es darum, farbig markierte Bälle in der richtigen Reihenfolge durch Tore zu schlagen. Seit knapp 20 Jahren gibt es den Deutschen Krocket-Bund, zehn Clubs sind dem Verband angeschlossen. Auch der Südeifeler Club trägt "Krocket" im Namen, einen Platz, der dem internationalen Regelwerk entspricht, gibt es in der Region Trier aber nicht. Der seit zwei Jahren in Gransdorf lebende Engländer John Swabey spielt auch für die deutsche Krocket-Nationalmannschaft. Im Juli ist er in der Variante Association Croquet für das Nationalteam bei einem Turnier in England im Einsatz. "In unserer Gruppe sind Südafrika, Kanada, Tschechien und Schweden", sagt Swabey, der für den September (voraussichtlich 22.-24. September) ein internationales Gateball-Turnier in Gransdorf ausrichten will.