ausallerwelt/geldundmarkt
Datum: 17. Oktober 2012 | Mehr aus diesem Ressort: Mehrwert
Kommentare: Kommentare zeigen Drucken  E-Mail

Striktere Regelungen nehmen dem 'grauen Kapitalmarkt' den Wind aus den Segeln

(PR) Striktere Regeln sollen den Anlegerschutz bei der Finanzierung in geschlossene Fonds verbessern. Dafür treten zum 01.11.2012 Neuregelungen des erst kürzlich beschlossenen Vermögensanlagegesetzes (VermAnlG) zur allgemeinen Stärkung des Anlegerschutzes und der Verbesserung der Funktionsfähigkeit der Kapitalmärkte in Kraft. Ziel dieser strengeren Regeln ist es, dass sich auch Anbieter geschlossener Fonds an strikte Regeln halten müssen und Anleger besser vor dem sogenannten „grauen Kapitalmarkt“ geschützt werden sollen.

Podcast
Fotostrecke
Offene und geschlossene Fonds im Vergleich

Geschlossene Fonds sind im Allgemeinen Beteiligungsgesellschaften, in die der Anleger mit dem Einsatz seines eigenen Kapitals investieren kann, indem er Anteile an der Gesellschaft erwirbt. Im Gegensatz zum offenen Fond gibt es von Anfang an eine begrenzte Anzahl an Anteilen, die über einen bestimmten Zeitraum zur Finanzierung eines Projekts verwendet werden sollen.  Anders als beim offenen Fond können die Anteile nur über einen bestimmten Zeitraum erworben werden, nach dessen Ende keine weiteren Investitionen mehr möglich sind.
Im Vergleich zu offenen Fonds bieten geschlossene Fonds nicht zu verachtende Vorteile. So punkten geschlossene Fonds durch meist überdurchschnittliche Renditen mit Durchschnittswerten von rund acht Prozent, sowie regelmäßige Ausschüttungen des erzielten Ertrages an den Anleger. Auch die Unabhängigkeit von der Börsenentwicklung ist als Pluspunkt für geschlossene Fonds zu betrachten. Zudem handelt es sich bei geschlossenen Fonds um eine inflationsgeschützte Anlage, da hier primär in Sachwerte wie Immobilien, Schiffe und Flugzeuge investiert wird. Zudem weisen geschlossene Fonds gegenüber offener Fonds eine weitaus größere Transparenz auf. So ist dem Anlieger in den meisten Fällen ersichtlich in welches Projekt derzeit investiert wird. Bei offenen Fonds dagegen ist es aufgrund der vielen verschiedenen Investitionsobjekte meist  schwierig darzulegen, in welche Wertpapiere oder Immobilien der Fonds im Detai l investiert wird.
Einen Nachteil bieten die geschlossenen Fonds allerdings in ihrer Sicherheit. Während bei den offenen Fonds kein Risiko besteht, da die Einlagen der Anleger als Sondervermögen vom Fondsvermögen getrennt werden, besteht bei den geschlossenen Fonds - auch durch die vorhandene Risikostreuung – oft ein Totalverlustrisiko, da diese meist nur in ein einzelnes Projekt investieren. Auch im Hinblick auf die Verfügbarkeit punkten die offenen Fonds. Während Anteile von offenen Fonds jederzeit gekauft als auch zu jedem gewünschten Zeitpunkt wieder verkauft werden können, weisen geschlossene Fonds durch ihren festgelegten Zeitrahmen eine zeitlich begrenzte Verfügbarkeit auf, was ihnen auch einen Minuspunkt hinsichtlich der Flexibilität einbringt.  Die Mindesteinlage beträgt bei offenen Fonds generell lediglich nur rund 50 Euro ohne bestimmte Laufzeit, bei geschlossenen Fonds dagegen in der Regel mindestens 5.000 Euro mit eine r zeitlich begrenzten Laufzeit, nach deren Ablauf das zu finanzierende Projekt ebenfalls beendet ist und keine weiteren Investitionen mehr möglich sind.

Geschlossene Fonds – die heimlichen Sieger der Euro-Krise?

Aufgrund ihrer Unabhängigkeit von Börse und konjunkturellen Schwankungen sind geschlossene Fonds aktuell sehr beliebt. Während Wertanlagen wie Aktien und somit auch die Werte der börsennotierten Unternehmen stets der willkürlichen Entwicklung der Finanzmärkte unterworfen sind, bleibt die finanzielle Entwicklung von geschlossenen Fonds in der Regel weitestgehend unberührt vom Börsengeschehen und auch auch von der konjunkturellen Wirtschaftslage.


Das könnte Sie auch interessieren:



Kommentare via facebook





Anmeldung
Benutzer: Passwort:
Login merken

Sie haben noch keinen Login? Hier kostenlos registrieren.
Haben Sie Ihr Passwort vergessen?