Trotzdem geben die Beamten die Hoffnung nicht auf, Tanja Gräff lebend zu finden. "Die Betroffenheit unter den Kollegen ist groß", sagt Soko-Chef Michels, "die Leute sind hochsensibilisiert." Und wohl auch etwas frustriert, weil Erfolgserlebnisse bislang ausgeblieben sind. Eine neuerliche Suchaktion mit Spürhunden und einem Polizeihubschrauber wurde am frühen Montagabend ergebnislos abgebrochen. Bislang noch ohne Ergebnis verlief auch die Suche nach einem jungen Mann Mitte 20, mit dem Tanja Gräff am Donnerstagmorgen gegen 4 Uhr vor einer Bühne zum letzten Mal gesehen worden war. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich noch mehrere tausend Menschen auf dem Sommerfest der FH aufgehalten haben. Gut möglich, glaubt die Polizei, dass jemand um diese Uhrzeit ein Foto gemacht hat, auf dem auch Tanja Gräff und andere zu sehen sind. Inzwischen gibt es auch Hinweise, dass die 21-Jährige das Fest gegen vier Uhr verlassen haben könnte.
Unterdessen haben Kommilitonen und Freunde der Vermissten eine in der Region beispiellose Suchaktion gestartet. Auf Handzetteln, Plakaten und übers Internet wird um Hinweise auf den Verbleib der 21-Jährigen gebeten.
Dass die junge Frau "einfach so" für einige Tage "abgetaucht" sein könnte, halten die Ermittler für unwahrscheinlich. Bis dato habe sich die als sehr zuverlässig beschriebene Studentin immer regelmäßig bei ihren Eltern gemeldet.
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