ausallerwelt/mehrwert/geld

Ferienjobs sind oft sozialabgabenfrei

(Berlin (dpa/tmn)) Die meisten Schüler freuen sich auf die Ferien - dann heißt es: ausspannen und Spaß haben. Doch wer verreisen möchte, der muss sich schon mal das nötige Geld für den Flieger verdienen gehen. Große Abzüge beim Verdienst hat er dann nicht zu befürchten.
Podcast

Jobbt ein Schüler oder Student nur für kurze Zeit in den Ferien, muss er keine Sozialabgaben leisten. Darauf weist der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine in Berlin hin. Das gilt immer dann, wenn die Beschäftigung von vornherein nicht länger als zwei Monate oder 50 Arbeitstage im Kalenderjahr dauern soll und nicht berufsmäßig ausgeübt wird. Die Höhe des Verdienstes sei unerheblich.

Der Arbeitgeber kann die Lohnsteuer in Höhe von 25 Prozent des Arbeitsentgeltes übernehmen und pauschal an das Finanzamt abführen. Das kostet den Arbeitgeber also diese Summe zusätzlich zum Verdienst - was laut Bundesverband den Chef dazu bewegen kann, dem Schüler oder Studenten von vorneherein weniger zu bezahlen.

Eine Alternative sei hier, auf Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug - also die frühere Lohnsteuerkarte - zu arbeiten. Verdient der Betreffende weniger als 920 Euro im Monat, muss er keine Steuern zahlen. Kommt er darüber, erhält der Schüler oder Student das Geld im kommenden Jahr über die Einkommensteuererklärung zurück.

Schüler und Studenten stehen beim Ferienjob unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Darauf weist die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) hin. Damit gelten für sie die gleichen Regeln wie für Angestellte: Hat ein Ferienjobber bei der Arbeit oder auf dem Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte einen Unfall, dann ist für ihn der sogenannte Durchgangsarzt (D-Arzt) die erste Anlaufstelle.

Auch bei Aushilfen muss der Arbeitgeber einen Arbeitsunfall nach spätestens drei Tagen der Berufsgenossenschaft melden. Diese steuert das Heilverfahren und trägt alle Kosten, die durch Heilbehandlung oder sonstige Ansprüche aus dem Arbeitsunfall entstehen. Die Berufsgenossenschaft kümmert sich wenn notwendig auch um die Rehabilitation und Wiedereingliederung.


Das könnte Sie auch interessieren






Anzeige