Feldhasen und Karnickel wühlen sich gerne durch den Garten und legen tiefe Gänge an. «Aber nur so lange sie ungestört sind», sagte Erich Hiller, Vizepräsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (Galabau) in Bonn. «Wenn man einen natürlichen Feind auf sie hetzt, schreiben sie sich hinter die Ohren: Hier kann ich nicht leben.» Er rät Gartenbesitzern daher, den Hund oder ein Frettchen auf die Karnickel loszulassen. Wer keines dieser jagenden Haustiere oder einen zu lieben Hund hat, sollte den örtlichen Jäger mit tierischer Begleitung rufen.
Feldhasen kommen eher in Süddeutschland vor, im Norden sind Kaninchen eine Plage für den Hobbygärtner. Die Tiere dürfen nicht getötet werden - auch wer sich über sie ärgert, muss deshalb vorsichtig vorgehen. Die Alternative zum Verjagen ist daher, sie mit Kastenfallen zu fangen. «Hasen sind größer als Maulwürfe und Wühlmäuse und können nicht mit Drahtfallen gefangen werden», erläutert der Galabau-Präsident.
In die Kastenfalle kommt ein Köder. Ist das Tier drin, um den Leckerbissen zu fressen, fällt die Klappe zu, und das Karnickel sitzt fest. Es sollte weit weg vom Haus, am besten auf einem Feld ausgesetzt werden. Sind Kaninchen und Feldhasen vertrieben, sollten Gärtner ihre Gänge verschließen. Hiller rät, Erde in das Eingangsloch zu schütten.
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