"Brot und Spiele" in der Römerstadt Trier könnte ein bundesweites touristisches Mega-Event sein, und damit ein Selbstläufer - auch finanziell. Doch dafür müsste man frühzeitig mit der Vermarktung beginnen, müsste Messen beackern, Busunternehmen locken. Aber wie soll das gehen, wenn die Frage, ob die Veranstaltung überhaupt stattfindet, auf den letzten Drücker entschieden wird? Wenn keiner weiß, ob das Geld im nächsten Jahr reicht, ist keine Planung möglich. Dann entscheiden sich potenzielle Besucher auch erst im letzten Moment, statt lange vorher ihre Tickets zu buchen. Ergo wächst die Bedeutung des Wetter-Risikos - und dabei kann man im Moselland nur verlieren. Folglich fehlt das Geld erst recht.
Die Antikenfestspiele wären an dieser Negativspirale fast kaputt gegangen. "Brot und Spiele" ist dem Tod noch einmal von der Schippe gesprungen. Vorläufig. Aber auf Dauer brauchen auch Spektakel eine solide Geschäftsgrundlage - egal ob römische oder neuzeitliche.
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