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14.09.2017

Das Abc zur Bundestagswahl

Heute Teil 3: E wie Erstwähler und F wie Facebook Es heißt mal wieder, die Erstwähler hätten es bei der Bundestagswahl besonders schwer, sich zu entscheiden. Wie schon vor vier Jahren, wie schon vor acht Jahren.

Heute Teil 3: E wie Erstwähler und F wie Facebook Es heißt mal wieder, die Erstwähler hätten es bei der Bundestagswahl besonders schwer, sich zu entscheiden. Wie schon vor vier Jahren, wie schon vor acht Jahren. Kaum Wahlkampf, kaum Unterschiede besonders zwischen den beiden großen Parteien. Mag sein. Doch zu beobachten ist auch, dass die jungen Menschen so politisch sind wie lange nicht mehr, und sie engagieren sich nicht nur bei Aktivisten oder in Vereinigungen. Sondern auch die Jugendorganisationen der Parteien haben in den letzten Monaten mehr Eintritte verzeichnet. Laut Statistik ist es so: Am 24. September sind 61,5 Millionen Deutsche wahlberechtigt, davon sind rund drei Millionen Erstwähler. Und wen wählen die? Weiß man natürlich nicht. Früher neigten viele eher dazu, für die SPD oder die Grünen zu stimmen. Unlängst war einer Umfrage aber zu entnehmen, die 18- bis 21-Jährigen vertrauten der Kanzlerin. Aber vielleicht sieht diesbezüglich der Datensammler Facebook schon klarer. Das soziale Netzwerk ist für die Wahlkämpfer zu einer zentralen Plattform geworden. Wer im Jahr 2017 Wahlen gewinnen will, muss nicht mehr nur an Ständen mit Gratis-Kugelschreibern und bunten Ballons überzeugen. Auch Politiker müssen im Netz mit den Bürgern direkt, blitzschnell und möglichst ständig kommunizieren. Und viele Bürger äußern sich ihrerseits ausgiebig - mal kenntnisreich, mal wütend, mal pöbelnd. Kurzum: Die Mobilisierung von Wählern gehorcht den alten Regeln der analogen Demokratie mit ihren Plakaten und Fernsehspots nicht mehr. Dank Facebook, Twitter & Co kann man zudem ganz andere Reichweiten erzielen. (has)