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31 Tote, 300 Verletzte: Der LIVETICKER zu den Brüsseler Anschlägen

(Brüssel) Gut vier Monate nach den verheerenden Anschlägen von Paris haben Terroristen in Brüssel zugeschlagen: Bei Explosionen am Flughafen und in der U-Bahn im EU-Viertel sind am Dienstag mindestens 31 Menschen getötet worden. Mehr als 270 weitere wurden verletzt. Die Polizei hat ein Fahndungsfoto eines Verdächtigen veröffentlicht. Dossier zum Thema: Terroranschläge in Brüssel

22.03.2016
Mandy Radics, Joachim Engbrocks, Thomas Zeller

Update 10.16 Uhr: Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag am Brüsseler Flughafen Zaventem werden von den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld voraussichtlich bis auf weiteres keine Maschinen nach Brüssel starten. Letzlich sei das aber die Entscheidung jeder Fluggesellschaft, sagte ein Flughafensprecher am Dienstag in Berlin. Zuvor war bekannt geworden, dass die belgische Flugaufsichtsbehörde Belgocontrol alle Flüge mit Ziel Zaventem umleitet.

Update 10.15 Uhr: Nach den Brüsseler Metro-Stationen werden nun auch Tunnel in der belgischen Hauptstadt gesperrt. Die Polizei habe angeordnet, den Jubelparktunnel sowie den Wettunnel in Richtung Zentrum zu sperren, teilte die Verkehrsleitstelle Mobiris am Dienstag mit.

Update 10.12 Uhr: Die belgischen Sicherheitsbehörden gehen nach den Explosionen am Flughafen und den U-Bahnstationen in Brüssel von Terroranschlägen aus. Die Staatsanwaltschaft habe Antiterror-Ermittlungen aufgenommen, berichtete der öffentliche Sender RTBF am Dienstag.

Update 10.12 Uhr: Das belgische Krisenzentrum warnt die Brüsseler Bürger, sie sollten bleiben, wo sie sind.

Update 10.08 Uhr: Die Explosionen am Brüsseler Flughafen wurden nach einem Bericht des belgischen Fernsehsenders VRT von mindestens einem Selbstmordattentäter verursacht. Eine Bestätigung der Polizei gab es dafür zunächst nicht.

Update 10.04 Uhr: Als Reaktion auf die mutmaßlichen Terroranschläge von Brüssel haben die Niederlande die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Das teilte die zuständige Anti-Terrorismusbehörde am Dienstag in Den Haag mit. Auf den Flughäfen Amsterdam Schiphol, Rotterdam und Eindhoven wurden extra Patrouillen der Grenzpolizei eingesetzt. Auch an der Grenze zu Belgien werde strenger kontrolliert.

Update 10.02 Uhr: Bei den Explosionen am Brüsseler Flughafen sind nach Angaben des belgischen Senders VRT mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. 35 Personen seien verletzt worden, berichtete der Sender am Dienstag.

Update 9.59 Uhr: Das belgische Rote Kreuz hat eine Website für Menschen eingerichtet, die auf der Suche nach Angehörigen sind. Auf der Website können Personen auch angeben, dass sie in Sicherheit sind, meldet die Hilfsorganisation am Dienstag auf Twitter.

Update 9.58 Uhr: Bei den Explosionen am Brüsseler Flughafen hat es nach Informationen des belgischen Senders RTBF etwa zehn Tote und 30 Verletzte gegeben. Das berichtete der Sender am Dienstag mit Hinweis auf Quellen in Brüsseler Krankenhäusern.

Update 9.41 Uhr: Bei der Explosion in der Brüsseler Metro-Station Maelbeek hat es Verletzte gegeben. Mindestens eine Person wurde von Rettungskräften auf einer Bahre versorgt, berichtete eine dpa-Reporterin.

Update 9.41 Uhr:Nach den Explosionen in Brüssel richtet sich der Frankfurter Flughafen darauf ein, umgeleitete Passagierjets aus der belgischen Hauptstadt aufzunehmen. Eine erste Maschine der österreichischen Gesellschaft Austrian Airlines sei bereits nach Frankfurt dirigiert worden, berichtete ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport am Dienstag. Es sei zudem damit zu rechnen, dass die sieben geplanten Starts nach Brüssel abgesagt würden. Zu Sicherheitsmaßnahmen in Frankfurt wollte sich der Fraport-Sprecher nicht äußern. Sie seien auf der höchsten Stufe und würden eng mit den Sicherheitsbehörden abgestimmt. Vor Ostern steigen die Passagierzahlen am größten deutschen Flughafen bereits stark an.

Update 9.37 Uhr: Alle Metro-Stationen in Brüssel geschlossen: Die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft Stib hat aus Sicherheitsgründen alle Metrostationen geschlossen. Das teilte die Stib am Dienstag mit.

Update 9.27 Uhr: In der belgischen Hauptstadt Brüssel hat es nach einem Medienbericht neben den beiden Explosionen am Flughafen auch noch eine Detonation in einer Metrostation gegeben. Der belgische Sender La Première berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, es habe eine Explosion in der Station Maelbeek im Herzen des EU-Viertels gegeben.

Update 9.26 Uhr: Nach den Explosionen am Brüsseler Flughafen haben sich die Krankenhäuser in der belgischen Hauptstadt auf die Aufnahme zahlreicher Verletzer eingestellt. Ein Notfall-Plan sei aktiviert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga.

Update 9.18 Uhr: Nach den Explosionen am Brüsseler Flughafen ist die Terrorwarnstufe in Belgien auf das höchste Niveau angehoben worden. Das teilte ein Sprecher von Innenminister Jan Jambon am Dienstag mit.

Update 9.15 Uhr: Augenzeugen wollen vor den Explosionen Schüsse gehört haben. Eine Person habe etwas auf Arabisch gerufen, berichteten mehrere Menschen vor Ort der Nachrichtenagentur Belga.

Flüge umgeleitet - Bahnverkehr unterbrochen

Die Ursache der Explosionen am Brüsseler Flughafen Zaventem war zunächst unklar. Die belgische Polizei wollte am Dienstagmorgen vorerst weder verneinen noch bestätigen, dass es sich um einen Anschlag gehandelt haben könnte. «Wir hoffen, gegen 9.30 Uhr mehr Informationen zu haben», sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur Belga. Die Polizei spricht bisher von  einem Toten, Medien berichten von mehreren Toten.

Die Rede ist nach unbestätigten Informationen von einem verdächtigen Gepäckstück am Schalter von American Airlines. 

Der regionale Katastrophenplan ist ausgelöst worden, wie Belga unter Berufung auf Provinzgouverneur Lodewijk De Witte berichtete. Die zuständigen Behörden stimmten sich nun mit dem nationalen Krisenzentrum ab. 

Nach den Explosionen stieg Rauch auf, Menschen flüchteten. Reisende werden evakuiert, Rettungsdienste sind vor Ort. 

Nach den Explosionen werden die Flüge zum Brüsseler Flughafen Zaventem umgeleitet. Das berichtete der Sender La Première  unter Berufung auf die belgische Flugaufsichtsbehörde Belgocontrol.

Der Verkehr zum Flughafen ist auf Anordnung der Polizei unterbrochen, wie das Bahnunternehmen SNCB über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. 

Augenzeugen: zwei Explosionen nacheinander

Die beiden Explosionen haben sich nach Angaben von Augenzeugen kurz nacheinander ereignet. Erst habe es eine Detonation gegeben, die Anwesenden hätten die Flucht ergriffen, berichteten zwei Personen der Nachrichtenagentur Belga am Dienstag. Es habe mehrere Verletzte gegeben. Chaos ist nach Angaben des Senders La Première nicht ausgebrochen.

Bundespolizei verschärft Kontrollen in Frankfurt

Nach den Explosionen in Brüssel verschärft die Bundespolizei ihre Kontrollen am größten deutschen Flughafen in Frankfurt. Man beobachte die Situation sehr genau, sagte Sprecher Christian Altenhofen am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Beamten würden sensibilisiert und die Streifen in bestimmten Bereichen verstärkt. Nähere Einzelheiten wolle man aus taktischen Gründen nicht nennen.

Erst am Freitag waren nach einer Schießerei in Brüssel der mutmaßliche Paris-Attentäter Abdeslam und Komplizen festgenommen worden. (dpa/j.e.)    

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