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aus unserem Archiv vom 11. Juni 2007
Autor: Von unserem Redakteur Rolf SeydewitzOrt: Drucken  E-Mail

"Noch gibt es Hoffnung"

Ergebnislos ist auch gestern die Suche nach der seit Donnerstag vermissten Trierer Studentin Tanja Gräff fortgesetzt worden. Trotzdem: Die Polizei gibt die Hoffnung nicht auf, die 21-Jährige noch lebend zu finden.

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Trier. Nach und nach treffen am frühen Montagmittag die Polizeihundeführer am Trie-rer Waldstadion ein, wo der zuständige Fahndungsleiter, Kriminalhauptkommissar Hans-Jürgen Ellert, seine Kollegen bereits erwartet, um sie einzuweisen. Die zehn Beamten, von denen einige gerade erst vom G8-Treffen in Heiligendamm zurückgekommen sind, wollen an diesem Mittag mit ihren Fährtenhunden einen neben der Bundesstraße 51 gelegenen ehemaligen Kalksteinsandbruch und ein Maisfeld absuchen.

 

Gerüchte im Internet

Möglicherweise, so die Hoffnung, findet sich ja dort eine Spur von der seit Donnerstag vermissten jungen Frau aus Korlingen. Gegen 4 Uhr in der Frühe hatten Freunde Tanja Gräff an diesem Tag auf dem Sommerfest der unweit des Waldstadions gelegenen Fachhochschule zum letzten Mal gesehen - in Begleitung eines unbekannten jungen Mannes. Seitdem gibt es kein Lebenszeichen mehr von der Lehramts-Studentin. Auch zwei groß angelegte Suchaktionen am Wochenende verliefen ergebnislos. "Trotzdem sind wird noch optimistisch, die Frau lebend zu finden", sagt Reinhard Rothgerber. Der Polizeisprecher ist wegen des großen Medieninteresses selbst zum Waldstadion hinausgefahren. "Aus ganz Deutschland rufen die Journalisten an", sagt Rothgerber. Die Anteilnahme an dem Vermisstenfall ist groß, besonders unter den Studierenden. In einem Internetverzeichnis, in dem auch Tanja Gräff eine eigene Seite hat, haben sich bis zum gestrigen Abend über 300 Kommilitonen der 21-Jährigen eingetragen. Viele davon kennen die vermisste junge Frau aus der Verbandsgemeinde Ruwer nach eigenen Angaben nicht persönlich, ermuntern aber Tanjas Eltern und Angehörige, die Hoffnung nicht aufzugeben, sie lebend und gesund wiederzusehen.

Freunde und Kommilitonen Tanja Gräffs sind unterdessen an den Hochschulen und im Stadtgebiet unterwegs, verteilen und plakatieren Handzettel mit einem Foto der Vermissten, versenden E-Mails und erbitten Hinweise. Von der Polizei gesucht (Telefon: 0651/2019285) sind vor allem Fotos, die gegen 4 Uhr auf dem FH-Sommerfest gemacht worden sind und auf denen vielleicht auch Tanja und der immer noch unbekannte junge Mann zu sehen sind.

Im Internet kursierende Gerüchte, wonach ein solches Foto bereits im Besitz der Polizei sei, dementiert am Nachmittag Sprecherin Monika Peters.

Etwa zur gleichen Zeit beenden auch die Hundeführer und der ebenfalls eingesetzte Polizeihubschrauber für diesen Tag ihre Suche. Sie haben wieder nichts gefunden, was Aufschluss geben könnte über das Schicksal der 21-Jährigen.

Einen älteren Kleingartenbesitzer, der die Polizeiaktion schon seit einigen Tagen aufmerksam verfolgt, wundert das nicht. "Hier ist ja alles so zugewachsen und teilweise kaum zugänglich", sagt er.

Dennoch will die "Sonderkommission Fachhochschule" das Gelände rund um die FH auch in den nächsten Tagen weiter absuchen. Was bleibt den Beamten auch anderes übrig, wenn sonst keine Hinweise über den Verbleib der jungen Frau eingehen?




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