Problem: Wo liegen Kabel im Boden?
Defizite, so heißt es im Sachstandsbericht der Verwaltung, hätten ihre Ursache auch in der fehlenden Kenntnis der Infrastruktur, wie etwa Leitungs-Trassen und Knotenpunkte. Es sei schwierig, von den Versorgungsträgern diese Informationen oder Unterlagen darüber zu erhalten. Diese könnten es den Orts- und Verbandsgemeinden wesentlich erleichtern, Schritte zur Behebung der Versorgungslücken zeitnah in die Wege zu leiten.
Bei der Telekom, mit einem Anteil von rund 50 Prozent Marktführer im Breitband-Segment, habe sich die Kostensituation für die Verlegung von Glasfaserkabel in den Gemeinden verschlechtert, heißt es in dem Bericht.
Telekom: Weniger Geld für Ausbau der Infrastruktur
Bei einer Bürgermeister-Dienstbesprechung im September habe ein Telekom-Sprecher darauf hingewiesen, dass dem Konzern im laufenden Jahr rund 100 Millionen Euro weniger für den Ausbau der Infrastruktur zur Verfügung stehen. Grund sei, dass die Bundesnetzagentur die Entgelte gesenkt habe, die Wettbewerber für die Inanspruchnahme der Teilnehmer-Anschlussleitungen an die Telekom zahlen müssten. Deshalb müsse die Telekom neue Wirtschaftlichkeitsberechnungen für geplante Investitionen machen. Bis Mai seien im Jahr 2009 bereits 400 Kooperationen zwischen der Telekom und Kommunen vereinbart worden.Während der Versorgungsgrad in der Verbandsgemeinde Ruwer (bis auf die Gemeinden Korlingen und Farschweiler) relativ gut ist, gibt es in den Verbandsgemeinden Römische Weinstraße Schweich und Trier-Land noch viele weiße (Breitband-)Flecken. Siehe dazu auch unsere Übersicht der Anschlussgrade in den einzelnen Gemeinden und - soweit vorhanden - Angaben zum geplanten Ausbau oder Verfahrensschritten im nachfolgenden "Extra".
Verbandsgemeinde Ruwer: Bonerath, Gusterath, Gutweiler, Herl, Hinzenburg, Holzerath, Kasel, Lorscheid, Mertesdorf, Morscheid, Ollmuth, Pluwig, Riveris, Schöndorf, Sommerau, Thomm (Erreichbarkeit 100 Prozent); Waldrach: 95 Prozent, darunter 30 Prozent Kabelanschluss, Osburg: 80 Prozent (Neubaugebiete teilweise ohne Breitband); Farschweiler: 50 Prozent (Rest Telekom und Funkanbieter); Korlingen: 5 Prozent (Ausschreibung für 2010 geplant). Verbandsgemeinde Trier-Land: Newel-Beßlich, Franzenheim, Hockweiler, Zemmer (ohne Daufenbach): 100 Prozent, Kordel, Welschbillig: 99 Prozent, Ralingen: 97,8 Prozent; Trierweiler 76 Prozent, Igel: 95,5 Prozent; Newel: 63,8 Prozent; Langsur: 43,3 Prozent, Aach (1,7 Prozent, Verbesserungen sind 2010 geplant). Zemmer-Daufenbach: 0 Prozent. VG Schweich: Thörnich: 100 Prozent; Köwerich 99,3 Prozent, Detzem 99,1 Prozent; Schweich 99 Prozent (Stadtteil Issel 96,8 Prozent); Kenn: 97,3 Prozent; Longen: 96,7 Prozent; Leiwen: 96,6 Prozent (Zummet 70,4 Prozent); Naurath: 92,6 Prozent; Ensch 90,1 Prozent, Föhren: 88,7 Prozent (Interessenbekundungs-Verfahren Breitband läuft); Bekond: 87,4 Prozent (Kooperationsvertrag mit Telekom); Longuich: 78,0 Prozent (Joint-Venture-Vertrag mit Telekom); Klüsserath 37,9 Prozent (Interessensbekundungs-Verfahren); Schleich: 30,9 Prozent (Interessenbekundungs-Verfahren); Mehring: 25,9 Prozent (Kooperationsvertrag mit Telekom); Riol: 24,8 Prozent (Kooperationsverfahren mit Telekom); Pölich 0 Prozent (Interessenbekundungs-Verfahren); Fell: 0 Prozent (Joint-Venture-Vertrag mit Telekom); Fell-Fastrau: 83 Prozent. (alf)
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