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Viele Wähler unentschlossen - Fernsehduell am Sonntag (Video)

(Trier) Drei Wochen vor der Bundestagswahl beginnt die heiße Phase. Das Fernsehduell am Sonntag kann für Schwung sorgen, sagen Experten. Dossier zum Thema: Bundestagswahl 2017

02.09.2017
Bernd Wientjes
Es sind nur noch drei Wochen bis zur Bundestagswahl. Doch laut Umfragen wissen fast 40 Prozent der Wähler nicht, wen sie am 24. September wählen sollen. Das morgige Kanzlerduell zwischen Herausforderer Martin Schulz (SPD) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), das zeitgleich ab 20.15 Uhr in ARD, ZDF, RTL und Sat 1 übertragen wird, könnte die Unentschlossenen mobilisieren, sagt der Mainzer Politikwissenschaftler Torsten Faas gegenüber unserer Zeitung. Das Duell leite die heiße Phase des Wahlkampfs ein und sei bedeutsam vor allem für alle jene Menschen, „die sich vorher noch nicht so intensiv mit der Wahl auseinandergesetzt haben“. Der Politikwissenschaftler sieht vor allem für Schulz die Chance, während der 90-minütigen Befragung „sein Image noch zu verändern“ und damit bei den Wählern zu punkten. 



Auch bei den jüngsten Umfragen liegt der SPD-Kandidat deutlich hinter der CDU-Amtsinhaberin. Auf die Frage, wem sie bei einer Kanzlerdirektwahl ihre Stimme geben würden, antworten 29 Prozent der beim ARD-Deutschlandtrend Befragten für Schulz und 49 Prozent für Merkel. Beide haben allerdings an Zustimmung verloren. Laut der Umfrage käme, wenn am Sonntag Wahl wäre, die CDU auf 37 Prozent, die SPD auf 23, die Linke auf neun, FDP und Grüne jeweils auf acht und die AfD auf elf Prozent. Die rechtspopulistische Partei wäre damit die drittstärkste Kraft im Bundestag. Gestern Abend veranstaltete die rheinland-pfälzische AfD vor der Porta Nigra in Trier eine Kundgebung. 

Merkel wird am 15. September vor der Porta sprechen, nachdem Schulz dort bereits im August den Reigen der Politprominenz, die möglichst viele der rund 375.000 Wähler in der Region mobilisieren will, eröffnet hat. Die Linken schicken in der letzten Wahlkampfwoche, am 19. September, ihre Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht nach Trier auf den Kornmarkt. In Rheinland-Pfalz sind rund drei Millionen Bürger wahlberechtigt, darunter 158.000 Erstwähler. 20 Prozent der Wähler sind älter als 70 Jahre. Diese Gruppe macht einen bedeutenden Anteil bei den Stimmberechtigten aus.
Info: TV-Wahlforum  heute in Trier
Der Trierische Volksfreund lädt im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 zu einem öffentlichen Forum auf dem Hauptmarkt in Trier ein. Am Samstag, 2. September, um 14 Uhr diskutieren TV-Lokalchef Marcus Hormes und TV-Redakteur Harald Jansen mit vier Direktkandidaten im Wahlkreis 203 (Trier): Andreas Steier (CDU), Katarina Barley (SPD), Adrian Assenmacher (FDP) und Erwin Ludwig (AfD).

Dabei geht es um Fragen wie: Welche Auswirkungen hat die Politik in Berlin auf die Stadt Trier und den Kreis Trier-Saarburg? Wie wollen sich die Kandidaten für den Wahlkreis Trier einsetzen?

Viele Leser des Trierischen Volksfreunds sind unserem Aufruf gefolgt, im Vorfeld konkrete Fragen an die Kandidaten einzureichen. Eine Auswahl dieser Leserfragen präsentiert das Moderatorenduo den Teilnehmern der Diskussionsrunde am Samstag.

Das Wahlforum ist frei zugänglich, so dass jeder die Diskussion auf der Bühne verfolgen kann.

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