home

Das künstliche Hüftgelenk

Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung bei schwerem Hüftverschleiß

03.04.2017

Wenn die Schritte schmerzen und schon das Aufstehen plagt, macht sich der Verschleiß bereits bemerkbar. Derartige Symptome sind typisch für eine Hüftgelenksarthrose, und was sich anfangs meist schon nach wenigen Minuten und Metern Bewegung wieder verabschiedet, kann über kurz oder lang zur Qual werden. Fortschreitender Verschleiß führt zu einer schmerzlichen Einschränkung der eigenen Bewegungsfreiheit. Bringen konservative Therapieansätze wie Medikamente oder eine physikalische Behandlung keine Linderung mehr, führt an einem Gelenkersatz kaum ein Weg vorbei, erklärt Professor Dr. med. Thomas Hopf, Chefarzt der Abteilung für Orthopädie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier.

Das Hüftgelenk ist das zweitgrößte und obendrein eines der meistbeanspruchten Gelenke des Körpers. Normalerweise trägt es über Jahrzehnte selbst größte Lasten durchs Leben, doch aufgrund seiner starken Beanspruchung ist seine Abnutzung häufig nur eine Frage der Zeit. Dank einer breiten Palette verschiedenartiger Endoprothesen kann der großen Mehrzahl der Betroffenen jedoch wirksam geholfen werden. „Ein künstliches Hüftgelenk lässt die Schmerzen verschwinden und verbessert die Beweglichkeit. Es wird nahezu wieder die Leistungsfähigkeit eines gesunden Hüftgelenkes erreicht“, sagt Professor Hopf. Eine wesentliche Grundlage für den Therapieerfolg ist aber, dass jeder Patienten eine für ihn optimale Endoprothese erhält, ergänzt der Facharzt für Orthopädie, Unfall- chirurgie, Sportmedizin, Physikalische Therapie und Rheumatologie.

Da es bei einem Gelenkersatz allein mit dem operativen Eingriff nicht getan ist, kommt es entscheidend darauf an, dass sämtliche der beteiligten Akteure Hand in Hand zusammenarbeiten. Im Brüderkrankenhaus wird dies durch das zertifizierte EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung gewährleistet. Mit der Zertifizierung wurde dem Zentrum eine sehr hohe Qualität in der endoprothetischen Versorgung bescheinigt, auch was das reibungslose Ineinandergreifen der verschiedenen Berufsgruppen, die mit der Behandlung des Patienten betraut sind, anbelangt. „Bei uns geht es nicht nur darum, das kranke Gelenk zu behandeln, sondern wir haben immer den ganzen Patienten im Blick“, betont Professor Hopf und verweist auf die Abteilungen übergreifende Zusammenarbeit im Brüderkrankenhaus, etwa mit Kardiologen und Nephrologen. Hierdurch sei auch eine optimale Versorgung von nieren- und herzkranken Patienten garantiert.

Wann es Zeit für eine Operation ist, welche Prothese im Einzelfall die richtige wäre und wie die Nachbehandlung verläuft – auf diese und weitere Fragen gibt Professor Hopf an diesem Donnerstag, 6. April, Antworten. Sein Vortrag „Das künstliche Hüftgelenk“ beginnt um 18 Uhr im Albertus-Magnus-Saal des Brüderkrankenhauses, der Eintritt ist frei.