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Wie ist die Nachbehandlung bei Schilddrüsenkarzinomen?

„Erfreulicherweise sind Schilddrüsenkarzinome selten.

07.03.2016
Sie machen von allen Krebsarten nur 1 % aus. Sollte sich dennoch ein Schilddrüsenkarzinom nachweisen lassen, ist normalerweise eine Nachbehandlung mit Radiojod angezeigt. Ausnahme hier ist ein sogenanntes papilläres Schilddrüsenkarzinom kleiner als 1 cm und das medulläre Schilddrüsenkarzinom. Die Radiojodtherapie ist eine Bestrahlung durch einen radioaktiven Stoff, dem sogenannten Jod-131. Dieses nimmt der Patient in Form einer Kapsel ein. In Deutschland erfolgt die Behandlung über einige Tage stationär. Die Nachsorgeuntersuchungen bestehen aus sonographischen Kontrollen in zunächst halbjährlichen, später jährlichen Intervallen. Außerdem wird regelmäßig das Schilddrüsen-Protein Thyreoglobulin als Tumormarker im Blut bestimmt. Die Langzeitprognose ist in der Regel sehr gut.“

Dr. med. Fadie El Odeh Oberarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie