Meine Hilfe zählt: Leser haben mehr als 15.000 Euro gespendet
Am vorletzten Samstag hatten wir dem Trierischen Volksfreund einen Spenden-Vordruck beigelegt, und in der relativ kurzen Zeit seither haben die Leser mehr als 15 000 Euro gespendet. Gleich vier Projekte wurden so bedacht, dass sie ausfinanziert sind.
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Trier. Manchmal zahlt sich Geduld aus. Es ist schon mehr als ein Jahr her, dass der Frauennotruf sein Projekt "Jedes Mädchen kann sich wehren" vorstellte. Ziel: Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahren in Kursen ein verbessertes Selbstbewusstsein zu vermitteln. Vier Kurse waren angedacht, dank der ersten Spendenbeträge konnte die Hälfte davon im letzten Jahr schon angeboten werden. Nun hat eine großzügige Spende den Bedarf auch für dieses Jahr gesichert: Rund 2000 Euro überwies die Firma Fliesen-Scholtes aus dem Erlös ihres Casino-Abends. Zocken für einen guten Zweck - so soll es sein.
Buchstäblich auf den letzten Drücker konnten die Trierer Rollis die mehr als 8000 Euro für ihre Teilnahme am Europacup-Turnier in England in Empfang nehmen. Quasi mit dem Abflug am letzten Wochenende kamen die fehlenden 1700 Euro herein. Die Mannschaft zeigte sich der Unterstützung würdig und holte den zweiten Platz. Aber wie es so geht: Mit diesem stolzen Ergebnis qualifizierten sich die Rollis für das "Champions League"- Finalturnier Ende April in Rieti/Italien. Und so steht dem kleinen, engagierten Verein gleich der nächste finanzielle Kraftakt ins Haus, denn Geld verdienen lässt sich im Behindertensport nicht.
Und noch ein Fall, in dem sich Geduld gelohnt hat: Die Trierer Nächstenhilfe hat es geschafft, 5000 Euro aufzubringen, um der Mutter eines schwerbehinderten Sohns die Anschaffung eines rollstuhlgerechten Autos zu ermöglichen. Die alleinerziehende Frau aus einem kleinen Hunsrück-Ort hatte den entsprechenden Eigenbeitrag nicht aus eigener Kraft aufbringen können.
Auch die Initiative Probare kann sich einmal mehr über die Unterstützung der TV-Leser freuen. Die engagierten Bürger aus dem Umfeld der Bewährungshilfe können, wie erhofft, die Vermittlung von Einsatzstellen für straffällige Jugendliche aufbauen. Der Zweck: Die auf die schiefe Bahn geratenen jungen Leute zahlen keine Geldbuße, sondern arbeiten ihre Strafe ab. "Schwitzen statt sitzen", heißt diese sinnvolle Idee, die aber nur funktioniert, wenn sich jemand um die Vermittlung entsprechender Arbeitseinsätze kümmert.
Wer nun meint, angesichts von inzwischen 78 finanzierten Projekten sei der Bedarf bald gestillt, liegt falsch. Auch diese Woche ist wieder ein neues Projekt dazugekommen. Die gemeinnützige GmbH "Alibi" in Bitburg arbeitet seit 25 Jahren im Dienst der Wiedereingliederung langfristig arbeitsloser Menschen. Bei den Schulungen spielt die EDV eine große Rolle - wer sich nicht mit Computern auskennt, hat heute auf dem Arbeitsmarkt keine Chance. Aber aller Fleiß nützt den derzeit 80 Teilnehmern nichts, wenn das Material hoffnungslos veraltet ist. Deshalb werden 18 zeitgemäße Computer-Arbeitsplätze gebraucht. Zuschussbedarf: 9000 Euro. Die Projektnummer heißt 9190.
Informationen, aktuelle Blog-Einträge und den jeweiligen Spendenstand zu alten und neuen Projekten auf unserer Internet-Plattform.
volksfreund.de/meinehilfe
Extra
Per Banküberweisung an "Meine Hilfe zählt". Konto 220012 bei der Sparkasse Trier (BLZ 58550130) oder Konto 191919 bei der Volksbank Trier (BLZ 58560103). Im Verwendungszweck bitte immer die vierstellige Projektnummer angeben, damit die Spende dem gewünschten Zweck zufließen kann. Spenden ohne Projektangabe fließen in einen gemeinsamen Topf, der unter allen Initiativen verteilt wird. Falls Veröffentlichung des Spendernamens im TV gewünscht, bitte ein "X" auf dem Überweisungsformular eintragen. Bis zu einer Summe von 200 Euro wird der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung anerkannt. Wenn separate Quittung erwünscht, bitte Adresse angeben. Hat ein Projekt bereits vor Buchung der Spende das Spendenziel erreicht, kommt der Betrag anderen Meine-Hilfe-zählt- Projekten zugute. Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken, abgefragte Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet, der Trierische Volksfreund trägt die kompletten Transferkosten.
Selbstbewusste Mädchen, die sich wehren können: Der Frauennotruf kann nun entsprechende Kurse anbieten. Foto: dpa
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