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Datum: 20. März 2012 | Mehr aus diesem Ressort: Berichte
Autor: Frank Göbel Kommentare: Kommentare zeigen Ort: Trier Drucken  E-Mail

Ein Zaun, der kranken Kätzchen ein Stück Freiheit bringt

Rund 90 Katzen hoffen im Tierheim bei Trier-Zewen auf ein neues Zuhause. Diejenigen, die aufgrund einer Erkrankung getrennt von ihren Artgenossen leben müssen, sollen mit Hilfe der TV-Leser eine neue Unterkunft bekommen.

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Trier. Das Tierheim bei Trier-Zewen am Nachmittag: Die überraschend warmen Strahlen der Frühlingssonne wecken bei Mensch und Tier die Lebensgeister. Überall auf dem Gelände herrscht reges Treiben: Menschen mit angeleinten Hunden kommen und gehen, das sind die ehrenamtlichen Gassigeher. Andere helfen den Tieren indirekter, aber umso schweißtreibender: Ein junger Mann wuchtet gerade eine Schubkarre mit Erde einen Hügel hinauf - er ist gerade mit der Anlage eines Geheges beschäftigt. "Wir freuen uns natürlich über Menschen, die mit unseren Hunden spazierengehen", sagt die Leiterin Anja Oberhausen. "Aber es gibt auch viele andere Dinge zu tun: Zum Beispiel wartet schon seit langem ein großes Holzhaus auf seinen Aufbau. Wer Spaß an großen Puzzles hat, darf sich damit einen schönen Tag machen." Wer so viel Zeit nicht hat, kann aber natürlich gerne auch mit gar nicht schnödem Mammon aushelfen: Der das Tierheim betreibende Tierschutzverein bittet nämlich hiermit um finanzielle Hilfe bei der Anlage eines neuen Katzenhauses.
"Wir wollen Katzen, die aufgrund einer Erkrankung etwa des Darms, der Nieren oder des Herzens spezielles Futter benötigen und darum von den anderen Katzen getrennt gehalten werden müssen, in eine neue Anlage umsiedeln", erklärt Gisela Kohr, Sprecherin des Tierschutzvereins. Ein ehemaliges Taubenhaus wurde zu diesem Zweck bereits von Ehrenamtlern kernsaniert. Jetzt soll noch ein Teil des darum liegenden Geländes mit einem besonderen Zaun umschlossen werden. "Das ist eine ausbruchsichere Ausführung, die oben nach innen abknickt", erklärt Kohr die Besonderheit, die den Zaun zu einer recht kostspieligen Angelegenheit macht: Rund 5000 Euro werden benötigt, damit die Katzen besser untergebracht werden können. Die bisherige Lösung hat nach jahrzehntelanger Nutzung endgültig ausgedient: Die Hausboxen genannten Käfige bieten den Tieren wenig Platz und liegen recht abgelegen, so dass die Katzen von vielen Besuchern gar nicht wahrgenommen werden. Vor allem aber läuft mittlerweile bei Regen das Wasser in Richtung der Boxen ab: Selbst, wenn sie nicht schon krank wären, eine unerträgliche Zumutung für die wasserscheuen Tiere. Wenn auch Sie den Katzen möglichst schnell aus ihrer misslichen Lage helfen wollen, können Sie das mit einer Spende unter der Projektnummer 8591 machen.
volksfreund.de/meinehilfe

 

 



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