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Datum: 22. Januar 2017

Sieger im Monat März, Kategorie Einzelkandidaten: Herbert Kasler aus Fell

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Laudatorin: Katharina de Mos

"Der Mann, den ich Ihnen vorstelle, hat das Afrika-Fieber gepackt, meine Damen und Herren. Er liebt den Kontinent und die Menschen, die dort leben. Deshalb leistet er Hilfe, damit sich die Bewohner dort selbst helfen können. 
Herbert Kasler aus Fell wurde 1982 von seinem Schwager Dieter Müller gefragt, ob er Lust hätte, mit ihm und einer Gruppe von jungen Männern zu einem Arbeitseinsatz nach Kamerun zu fliegen. Und da er nichts für den Urlaub geplant hatte, sagte Herbert Kasler kurzentschlossen zu.

Im Januar 1983 ging der Flieger nach Kamerun. Dort hat Fredi Kiefer, ein deutscher Pfarrer, auf seiner Missionsstation gerade ein Schulgebäude gebaut. Die Gruppe Freiwilliger um Kasler und Müller halfen ihm dabei. 

Für Herbert Kasler war es dieser Urlaub einer, der ihm immer in Erinnerung bleiben wird. Denn die Art und Weise, wie die Leute ihn dort empfangen haben, hat ihn tief beeindruckt. 

So tief, dass er schon im Jahr darauf mit der etwa zwölfköpfigen Gruppe um Dieter Müller wieder bei Fredi Kiefer zu Gast war. Danach folgten Einsätze in anderen Ländern Afrikas.

1995 kam wieder ein Ruf des Pfarrers. Er hatte eine neue Mission übernommen, die jedoch erst gebaut werden musste. So machte sich 1996 eine Gruppe von zwölf Leuten auf nach Kamerun. Die Freiwilligen legten Wasser- und Stromleitungen und den Grundstein für die neue Kirche. 

1999 haben Herbert Kasler, Doris Müller, Ossie Becker aus Fell sowie Peter Wörz aus Aalen dort einen weiteren Einsatz geleistet. Dabei hatte Kasler die Idee, den Verein Freundeskreis Kamerun zu gründen, als Hilfsprojekt für die Bevölkerung auf dem Land. Die Wahl fiel auf das Dorf Bingongog, das zu Kiefers Pfarrei gehört. Dort unterstützt der Verein den Bau einer Schule, eines Krankenhauses, eines Kindergartens, einer Brücke und eines Brunnens. Die Gemeinde Fell übernahm die Patenschaft.

Inzwischen sind viele Brunnen dazugekommen. Denn auch andere Dörfer haben deren Vorteile schätzen gelernt. Die Fell-Aalener Gruppe war im Juli vergangenen Jahres erneut in Kamerun. Dort feierten sie das goldene Priesterjubiläum von Fredi Kiefer. 

Wichtig ist Herbert Kasler vor allem, dass die Kinder eine Schule besuchen können. Denn Bildung sei das einzige, was helfen kann, sagt er. Die Kinder und Erwachsenen im Dorf sind ihm ans Herz gewachsen, denn Herbert Kasler ist, wie er selbst sagt, längst von Afrika infiziert."


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