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29.07.2010 Drucken | Artikel versenden | Leserbrief

Linken-Politiker erstattet Anzeigen wegen Beleidigung

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(mic) Seit Anfang des Jahres habe es „Einbrüche, Diebstähle, Sachbeschädigungen und mutwillige Zerstörungen sowie ehrverletzende Beschimpfungen und üble Beleidigungen“ gegen ihn gegeben, schreibt Verbeek auf seiner Homepage.

Taschen, Fahrräder, Autoreifen und sein Motorrad seien entwendet und zerstört worden. Der materielle Schaden liege bei 3500 Euro, ungleich schlimmer sei aber die nervliche Belastung für ihn und seine Familie. Alle Vorfälle habe er bei der Polizei angezeigt. Diese habe einen Zusammenhang mit seiner politischen Tätigkeit zumindest nicht ausgeschlossen, so Verbeek. Die Staatsanwaltschaft habe allerdings alles Ermittlungsverfahren einstellen müssen.

Nun hat Verbeek nach eigenen Angaben erneut Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Diesmal wegen mehrerer beleidigender Einträge, die ihn über das Kontakt-Formular seiner Internetseite erreicht hätten. Ein Kommentar vom 11. Mai beispielsweise lautete: „Du glaubst auch immer noch dass Pamela Anderson Maria ist, du elender Spasti! Verzieh dich ganz weit weg! Hanno dich braucht die Welt nicht.“ Am gleichen Tag hatte Verbeek seinen Rücktritt von seinem Amt als Vorsitzender des Kreisverbandes zurückgetreten. Der Kommentar-Eintrag war mit dem Namen Kathrin Werner und ihrer Email-Adresse unterzeichnet – Verbeek geht aber davon aus, dass ein Unbekannter sich dieses Namens nur bedient habe. Werner habe sich zu diesem Vorfall allerdings noch nicht geäußert. Seiner Meinung nach wolle ein Unbekannter offenbar Werner und ihn gegeneinander aufhetzen. Am 15. und 17. Juli erreichten Verbeek weitere, an dieser Stelle nicht druckfähige Beleidigungen. Auf einer Kreisvorstandssitzung sei ihm zudem der „Stinkefinger“ gezeigt und er sei als „Arschloch“ betitelt worden.

Theoretisch ist es möglich, bei Kontaktformularen über die so genannte IP-Adresse den Rechner zu ermitteln, von dem der entsprechende Eintrag kam. Die Polizei habe ihm allerdings schon angedeutet, dass es sich um Bagatellen handele, die womöglich nicht verfolgt werden könnten. Die Linke, so schließt Verbeek, kann sich nicht erlauben, weiterhin auf eine verdeckte Art und Weise mit unlauteren Mitteln anderer Meinungen und Vorstellungen von demokratischer Kultur zu bekämpfen.


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