Ein besonderer Vortrag stand an der Universität Trier auf dem Programm. Thomas Steg, stellvertretender Regierungssprecher in Berlin, gab Einblicke in seinen Job.
Ein besonderer Vortrag stand an der Universität Trier auf dem Programm. Thomas Steg, stellvertretender Regierungssprecher in Berlin, gab Einblicke in seinen Job.
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Thomas Steg (links) und Johannes Pütz (rechts) mit der angehenden Journalistin Anja Breljak, die im Anschluss an den Vortrag die Gesprächsführung übernommen hat. TV-Foto: Christian Kremer
Trier. "Nicht alles, was ich den Bürgern sage, ist gelogen", sagte einst Konrad Adenauer zu einem Journalisten. Wie viel aber gelogen ist von dem, was die Bundesregierung der Öffentlichkeit erzählt, wollten am Dienstag zahlreiche Studenten wissen. Im fast voll besetzten Auditorium maximum der Universität Trier stand der Vortrag "Aufklärung oder Werbung? Politische Kommunikation in der Mediengesellschaft" mit dem stellvertretenden Sprecher der Bundesregierung, Thomas Steg, auf dem Programm.
Stegs Einschätzung, was von den Stellungnahmen der Regierung gelogen ist, fällt sehr positiv aus. "Es ist eine Todsünde, als Regierungssprecher vorsätzlich die Unwahrheit zu sagen", sagte er. Dadurch demontiere man sich selbst, das Ansehen sei dann weg.
Dass Steg für diesen Vortrag in Trier einen ganzen Tag investiert hat, verdankt die Universität dem Politik-Professor Uwe Jun und dem Fachschaftssprecher der Medienwissenschaftler, Johannes Pütz (26). Die beiden haben Steg nach Trier gebracht. Zuvor waren sie mit ihm bei einem Gesprächsabend in Berlin ins Gespräch gekommen. Pütz hat von Steg für die heiße Wahlkampf-Phase im Sommer eine Praktikumsstelle im Bundespresseamt bekommen, wo er Berufserfahrung sammeln kann.