Längst ist die Diskussion auch in der breiten Masse angelangt: Nach der digitalen Revolution steht die Fotografie vor einem weiteren Umbruch, der wieder alle Grenzen sprengt. Gegen die tonnenschweren High-Tech-Digitalkameras, mit der auch Laien makellose Bilder machen können, tritt das kleine und pixelschwache iPhone an und bietet alles andere als Realitätsabbildung.
Und dass der Alleskönner auch als Kameraersatz Erfolg hat, zeigen die Statistiken bei Flickr: Das iPhone ist die weltweit beliebteste Kamera auf der Fotoplattform. Dass es nicht den Perfektionsgrad einer Spiegelreflex-Kamera erreicht, ist ihm nicht mal Nachteil, sondern Vorteil: Denn laut dem Autor Peters sind gerade die kreativen Möglichkeiten des iPhones das, was unsere Gier nach Unperfektheit, nach Nostalgie und Originalität befriedigt.
Denn die Apps transportieren Fotografie eigentlich wieder dorthin, wo sie herkam: Zurück zur Kunstform. Durch die Vielfältigkeit der Kombinationsmöglichkeiten hat sich die iArt mittlerweile so etabliert, dass sie in Fotografie-Ausstellungen eingedrungen ist. Die „Smartphone-Revolution“ ist salonfähig. Und nicht nur das, das iPhone ist außerdem noch perfekt für alle Formen des Reisejournalismus: Ihre Unauffälligkeit macht sie heutzutage für viele Journalisten praktischer als eine Spiegelreflex-Kamera und bietet die Beiläufigkeit, nach der viele Journalisten sich schon lange sehnen.
Die Demokratisierung der Fotografie: das iPhone als Alltagsphänomen
Zum Erwachsenwerden der Digitalfotografie kommt eine weitere wichtige Neuerung, die immer sichtbarer wird: die hohe Verbreitung des Geräts und seine intensive Nutzung durch viele Laien-Fotografen. Längst muss ein Fotograf kein aufwendiges und teures Equipment mehr haben, um sich kreativ auszutoben, das iPhone und die kostenlosen Apps bieten eine fast unendlich große Spielwiese, die sozialen Netzwerke die entsprechenden Verbreitungsmöglichkeiten. Künstler müssen nicht mehr reich und berühmt sein, um zu erreichen – die Digitalfotografie hat sich demokratisiert.
Und längst haben es auch Handy-Fotografien auf die Titelseiten von Zeitungen geschafft. Der Bürgerjournalismus boomt spätestens seit dem arabischen Frühling, Berichterstattung ist nicht mehr den Journalisten vorbehalten, sondern kann durch die tragbare und vernetzte Kamera von allen ständig passieren.
Der „iPhone-Fotografie“-Autor Carsten Peters propagiert nicht nur die Smartphone-Revolution, er bringt sie auch einen gewaltigen Schritt vorwärts. Denn in seinem Buch enthüllt er zu jedem Foto das passende App und gibt damit eine kleine Anleitung, wie man selbst zum iArt-Künstler werden kann. Und dank Internet kann man sein eigenes Poster in kürzester Zeit online erstellen und bei sich zu Hause im Wohnzimmer aufhängen – so ist man mit iPhone und wunderkarten.de in null Komma nichts ein iArtist geworden. Ganz ohne teures Equipment. Das ist Revolution.
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