Lokalsport
1. FC Kleve nimmt die nächste Hürde

Jannis Altgen, Mike Terfloth und Fabio Forster (von links) feiern mit dem 1. FC Kleve einen überzeugenden Sieg gegen den SV Scherpenberg.
Jannis Altgen, Mike Terfloth und Fabio Forster (von links) feiern mit dem 1. FC Kleve einen überzeugenden Sieg gegen den SV Scherpenberg.
Exklusiv | Kleve. Fußball: Die hitzige Landesliga-Partie gegen den SV Scherpenberg gewinnt der Spitzenreiter mit 2:0. Die beiden Tore gehen auf die Konten von Jan-Luca Geurtz und Jannis Altgen. FC-Spieler Abdullo Saidov sieht die Gelb-Rote Karte. Maarten Oversteegen

Unter Flutlicht in der heimischen Getec-Arena konnte sich der Fußball-Landesligist 1. FC Kleve nach den Toren von Jan-Luca Geurtz und Jannis Altgen mit 2:0 (1:0) gegen den SV Scherpenberg durchsetzen. "Wir haben in einem sehr intensiven Spiel verdient gewonnen. Scherpenberg hat nicht eine Großchance gehabt", sagte FC-Coach Umut Akpinar.

Von Beginn an zeigten die Klever, dass sie nach der 0:3-Hinspiel-Niederlage auf Wiedergutmachung pochten. Die erste Gelegenheit hatte Nedzad Dragovic, der neben das Tor köpfte. Geurtz war in der elften Minute zielsicherer, als er den Ball frei vor Gäste-Keeper Weigl zur 1:0-Führung einschob. Kurz darauf erhitzte eine Rudelbildung die Gemüter. Durch ein Foul von Abdullo Saidov gerieten mehrere Spieler aneinander. Kleves Rechtsverteidiger und Ex-FC-Spieler Ercan Sendag erhielten jeweils die Gelbe Karte.

Trotz der Klever Führung aber waren die Moerser nicht gänzlich abgemeldet. So tankte sich Almir Hogolj in der 19. Minute durch, doch sein Schuss ging knapp über das Tor. Für Kleve ließ Pascal Hühner noch eine gute Gelegenheit aus. Kurz darauf spielte Scherpenberg einen Konter nicht gut zu Ende, der aussichtsreiche Abschluss flog über das Tor. Kurz vor der Pause schwächte sich der Gast selbst. Hamdi, bereits mit Gelb vorbelastet, musste wegen Meckerns auf der Tribüne Platz nehmen.

Nach dem Wechsel leitete Mike Terfloth in der 55. Minute den ersten Angriff ein. Er passte in den Lauf von Levon Kürkciyan, der aber nur einen harmlosen Schuss abfeuerte. Im Gegenzug schoss Maximilian Stellmach aus spitzem Winkel Ahmet Taner an. In dieser Phase der Partie spielte der Gastgeber trotz deutlicher Feldvorteile einige Konter inkonsequent aus. Zudem sah Abdullo Saidov, der als Reaktion auf einen Schiedsrichterpfiff den Ball weggeschossen hatte, die zweite Gelbe Karte. Kürkciyan leitete mit einem feinen Heber in den Strafraum das entscheidende Tor ein. Jannis Altgen nahm den Ball an und schloss unhaltbar ab. Weitere Chancen von Pascal Hühner (90.) und Tim Haal (90.+3) sorgten für Unruhe im Strafraum des SVS. "Es war ein intensives Spiel, in dem wir eine stabile Ordnung hatten und viele gute Chancen kreiert haben.

Die Mannschaft war präsent, hat sich immer wieder die zweiten Bälle geholt und trotz der heißen Atmosphäre die Ruhe bewahrt", sagte Akpinar. Sorgenfalten hatte er aber wegen der verletzungsbedingten Auswechselungen von Simon Berressen und Nicola Mölders. Weniger zufrieden mit seiner Elf war Scherpenbergs Trainer Sezgin Demirci: "Wir haben verdient verloren. In der ersten Halbzeit haben wir wenig von Kleve gesehen. Sie haben es fast nur mit langen Bällen hinter unsere Abwehrreihen versucht." Er führte die schwache Leistung seines Teams auch auf die Spielorganisation des 1. FC zurück: "Schon vor dem Spiel waren die Umstände für uns katastrophal. Zeitlich waren wir gehetzt und bekamen nicht einmal den Kabinenschlüssel." FC-Sportchef Georg Kreß reagierte auf die Kritik gelassen, aber deutlich: "Wir haben im Hinspiel anständig verloren."