Lokalsport
Bei Borussias Frauen sieht es gut aus

Borussias Frauen wollen morgen wieder jubeln - wie hier beim Siegtreffer von Vanessa Wahlen gegen Bielefeld, soll es beim Tabellenletzten SV Blau-Weiß Hohen Neudorf Grund zur Freude geben.
Borussias Frauen wollen morgen wieder jubeln - wie hier beim Siegtreffer von Vanessa Wahlen gegen Bielefeld, soll es beim Tabellenletzten SV Blau-Weiß Hohen Neudorf Grund zur Freude geben.
Exklusiv | Frauenfußball. Der Tabellenzweite der 2. Bundesliga fährt zum Schlusslicht, auch die Regionalliga-Reserve ist in der Favoritenrolle. Georg Amend

Der Tabellenzweite der 2. Bundesliga fährt zum Schlusslicht, auch die Regionalliga-Reserve ist in der Favoritenrolle.

Mike Schmalenberg hatte sich nicht allzu weit aus dem Fenster gelehnt, als er sagte: "Wenn wir die nächsten drei Spiele gewinnen, sind wir mit in der Verlosung." Gemeint war der Aufstieg aus der 2. Frauen-Bundesliga, und auch wenn der Trainer die direkte Rückkehr ins Oberhaus noch nicht als Ziel formulieren mag, sieht es derzeit gut aus für die Gladbacherinnen: Nur einen Zähler liegen sie hinter Spitzenreiter Turbine Potsdam II, der nicht aufsteigen darf, weil seine Erste Mannschaft bereits in der Bundesliga spielt. Ebenso verhält es sich mit dem Tabellendritten VfL Wolfsburg II, der einzig echte Verfolger der Borussen, der aufsteigen darf, ist der SV Meppen, der vier Punkte zurück auf Rang vier liegt.

Das erste der drei von Schmalenberg genannten Spiele führt die Gladbacherinnen morgen (11 Uhr) an die Grenze von Berlin zum SV Blau-Weiß Hohen Neudorf. Gegen den Tabellenletzten wäre alles andere als ein Sieg eine Enttäuschung. Im Hinspiel lag Borussia zwar 0:1 zurück, drehte die Partie aber noch in einen klaren 6:1-Erfolg. In der Vorwoche stellte das Team von Schmalenberg und Cheftrainer René Krienen beim 8:2-Sieg gegen den Herforder SV zudem aufsteigende Form unter Beweis. "Die Leistung, die die Mannschaft da in der zweiten Halbzeit gezeigt hat, war beachtlich - das lässt hoffen, dass wir auch morgen ein gutes Ergebnis erzielen werden", sagt Schmalenberg, dessen Chef erwartet, dass "Neuendorf dieses Mal viel defensiver ausgerichtet sein wird".

Personell fehlen die Langzeitverletzten Pauline Dallmann (Wadenbeinbruch), Mona Lohmann (Knieoperation), Nadja Kleinikel (Aufbautraining nach Knieverletzung), Kyra Densing und Isabel Schenk (beide Kreuzbandriss), und Spielführerin Julia Koj (Muskelbündelanriss), die nach den Osterferien wieder ins Training einsteigen soll.

Borussias Reserve ist in der Regionalliga weiterhin in Schlagdistanz zu Tabellenführer SGS Essen II, nur drei Punkte beträgt der Rückstand. Da verbietet sich ein Stolpern heute (13 Uhr) im Heimspiel gegen den Tabellen-Neunten Alemannia Aachen eigentlich von selbst. Das Team von Trainer Bart Denissen dürfte aber gewarnt sein, dass das ein Geduldsspiel werden kann: Immerhin verlor Aachen vergangenes Wochenende nur 0:1 gegen Essen II.

Im Finale des Kreispokals stehen sich Ostermontag (10.30 Uhr) Bezirksliga-Aufsteiger SC Hardt und Niederrheinligist 1. FC Mönchengladbach gegenüber.