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Grundschule in Wassenberg
Engagement für Kinder mit Behinderung ausgezeichnet

Leni übergab die Urkunde an Klassenlehrerin Monika Domsel, Sonderpädagogin Rebecca Groß und Schulleitein Barbara Schillings (v.l.).
Leni übergab die Urkunde an Klassenlehrerin Monika Domsel, Sonderpädagogin Rebecca Groß und Schulleitein Barbara Schillings (v.l.).
Exklusiv | Wassenberg. Das Down-Syndrom Infocenter hat die inklusive Arbeit der Katholischen Grundschule Birgelen gewürdigt.

Leni ist Zweitklässlerin an der Katholischen Grundschule Birgelen. Sie ist aufgeschlossen, unternehmungslustig, freundlich, beliebt und sehr liebenswert. Und sie ist "irgendwie anders". Aber anders sein ist nicht schlecht.

"Irgendwie anders - ist spannend", besagt der Leitspruch der Grundschule in Birgelen.

Lenis Besonderheit ist das Down-Syndrom, auch Trisomie 21 genannt, denn bei ihr ist das 21. Chromosom dreifach vorhanden. Damit kann man sich auch das Datum des Welt-Down-Syndrom-Tages, den 21. März, gut merken. Zu diesem für Leni sehr besonderen Tag brachten sie und ihre Mutter nun eine nicht alltägliche Überraschung für die Schule mit.

Das Deutsche Down-Syndrom Infocenter zeichnet Schulen und Kindergärten aus, die sich mit besonderem Interesse für Kinder mit Down-Syndrom engagieren. Für eine solche Auszeichnung für die Katholische Grundschule Birgelen hat sich Lenis Familie eingesetzt. Und nun war es Lenis Aufgabe, diese zu übergeben. Darüber freute sich das Team der KGS Birgelen ganz besonders. Für Klassenlehrerin Monika Domsel und Sonderpädagogin Rebecca Groß ist das auch eine Anerkennung ihrer täglichen Arbeit. "Viele Kindergärten und Schulen geben sich alle Mühe, Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom sehr vorbildhaft zu fördern und zu begleiten. Wir glauben, dass ihre Arbeit es verdient, mit einer Auszeichnung anerkannt zu werden", schreibt das Deutsche Down-Syndrom InfoCenter.

An der Katholischen Grundschule ist bereits seit 1993 das "Gemeinsame Lernen" zu Hause, und auch deshalb sind viele positive Erfahrungen von Kindern mit Down-Syndrom, aber auch mit "Anders sein" im Allgemeinen vorhanden, betonte Schulleiterin Barbara Schillings. "Wir wünschen unseren Kindern eine immer offenere Gesellschaft, die sie in ihrem Leben fördert und stärkt", heißt es mit den Worten von Eltern und Freunden von Menschen mit Down-Syndrom auf der Urkunde. Dies sei auch ihr Wunsch, sagte Schillings.

Das Deutsche Down-Syndrom Infocenter wurde Ende 1998 in Lauf bei Nürnberg gegründet. Träger des Centers ist die Selbsthilfegruppe für Menschen mit Down-Syndrom und ihre Freunde.

Dieser Verein ist seit 1988 maßgeblich an der Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Down-Syndrom in Deutschland beteiligt. Ziel der Arbeit im Infocenter ist es, mehr Lebensqualität für Menschen mit Down-Syndrom zu erreichen.

(RP)